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Deka Konjunktur-Kommentar

Der Konjunkturkommentar von Dr. Ulrich Kater*

Die Bundestagswahl hat die CDU klar gewonnen, die Voraussetzungen zur Bildung einer neuen Regierung scheinen allerdings eher schlecht zu sein.
Nicht nur, dass mit der Abwahl der FDP der natürliche Koalitionspartner der CDU abhandengekommen ist. Die Wahlprogramme von CDU und SPD, der zweiten Wahl eines Koalitionspartners, passen nur begrenzt zueinander. Koalitionsverhandlungen mit dem Bündnis90/Die Grünen dürften sich noch schwieriger gestalten, da nicht nur die Wahlprogramme noch weiter auseinanderliegen, sondern sich beim Bündnis90/Die Grünen eine Führungskrise anbahnt. Somit scheint eine große Koalition der wahrscheinlichste Ausgang und vermutlich werden der CDU Zugeständnisse auf sozialen oder ökologischen Politikfeldern abgerungen.

Ifo-Geschäftsklima bislang unverändert
Auf die Stimmung der deutschen Unternehmen konnte der Wahlausgang bislang noch keine Auswirkungen haben, da der Erhebungszeitraum davor lag. Im September stieg das ifo- Geschäftsklima geringfügig um 0,1 Punkte auf 107,7 Punkte an. Während die Geschäftserwartungen merklich anstiegen, legte die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage vorübergehend den Rückwärtsgang ein. Der Zeiger der ifo-Uhr bleibt damit mehr oder weniger auf der Stelle stehen. Aufwärts ging das Geschäftsklima in der Industrie und in besonderem Maße im Einzelhandel. Dagegen zeigten sich der Großhandel und die Bauwirtschaft schwach. Bei ersterem dürfte es eine Korrektur nach dem starken Anstieg im August gewesen sein, bei letzterem ist es bereits der dritte Rückgang in Folge.

Unternehmen sind zuversichtlicher

Die gute Nachricht der Septemberumfrage ist, dass die Erwartungen der Unternehmen sich erneut verbessert haben. Sie stiegen um 0,9 Punkte auf 104,2 Punkte an. Damit kann der Aufschwung an Breite gewinnen. Denn nur zuversichtliche Unternehmen investieren und schaffen Arbeitsplätze. Diese Zuversicht speist sich im Fall des Einzelhandels aus der robusten Arbeitsmarkt- und der erfreulichen Lohnentwicklung. Im Fall der Industrie sind es die anziehenden globalen Frühindikatoren, die eine Belebung des Heimatmarktes Europa und des wichtigen US-Marktes anzeigen. Das zeigt sich auch am Welteinkaufsmanagerindex. Im August stieg dieser auf den höchsten Wert seit Sommer 2011 – dem Zeitpunkt, ab dem die Schuldenkrise dramatisch eskalierte.

Moderater Aufschwung mit Einschränkungen
Enttäuschend ist allerdings die schwache ifo-Lageeinschätzung, die den Geschäftserwartungen hinterherhinkt. Sie ging überraschend um 0,6 Punkte auf 111,4 Punkte zurück. Das ifo-Institut interpretiert diesen Rückgang allerdings lediglich als kleine Gegenreaktion zur Entwicklung im Vormonat.
Der konjunkturelle Aufschwung setzt sich fort, allerdings in moderaterem Tempo als in dem durch Sondereffekte überzeichneten zweiten Quartal. Basierend auf einer robusten Konsumnachfrage, tragen die sich allmählich belebenden Investitionen und die Erholungstendenzen der Weltwirtschaft zunehmend zum Wachstum bei.

* Der Autor, Dr. Ulrich Kater, ist Chefvolkswirt der DekaBank

 

 

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