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Deka Konjunktur-Kommentar

Starkes erstes Quartal gefolgt von verlorener Phantasie im April

Der Konjunkturausblick von Dr. Ulrich Kater*

Gesamtwirtschaftlich kündigt sich in Deutschland ein gutes erstes Quartal an: Industrie- und Bauproduktion weisen zwar ein leichtes Minus auf, doch insbesondere die starken Einzelhandelsumsätze ziehen derzeit die Modellrechnungen nach oben.

Aktuell deuten die Indikatoren auf ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal um 0,75 % gegenüber dem Vorquartal hin. Allerdings dürfte der März witterungsbedingt einen herben Rückschlag bringen, der noch das eine oder andere Zehntel hiervon abhobeln wird. Unterm Strich erwarten wir dann aber immer noch ein solides Wachstum von 0,4 % im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal.

Die Euphorie ist erst einmal vorbei


Für das zweite Quartal deutete sich allerdings eine Wachstumsabschwächung in Deutschland an. Im April hat die Stimmung der Unternehmen spürbar nachgegeben, die Euphorie von Anfang des Jahres ist verflogen: Das ifo Geschäftsklima sank überdurchschnittlich stark um 2,3 auf 104,4 Punkte. Sowohl die Lagebeurteilung (Rückgang um 2,7 Punkte) als auch die Geschäfts- erwartungen (Rückgang um 2,0 Punkte) sanken. Der Zeiger der um den strukturellen Pessimismus bereinigten ifo-Uhr hat damit die Verbesserung vom Februar fast vollständig, aber doch nicht ganz abgegeben und steht somit gerade noch im „Boom"-Quadranten. Auch bei den Einkaufsmanagerindizes für April enttäuschte Deutschland. Sowohl der Teilindex der Dienstleister als auch der für das verarbeitende Gewerbe sind gefallen und notieren beide unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Im Zeichen der Krise

Geschuldet ist die Stimmungseintrübung der deutschen Unternehmen wieder einmal in erster Linie der Entwicklung in Europa: Erst die politische Lähmung Italiens, dann die verkorkste Zypern-Rettung und zuletzt die Nachricht, dass Teile des portugiesischen Sparpakets nicht verfassungskonform seien. In guten Zeiten hätte die Weltwirtschaft dem etwas entgegenzuhalten gehabt, doch im laufenden Quartal kamen auch von den wachstumsstärkeren Märkten bisher keine erfreulichen Nachrichten: Das chinesische Wachstum hat sich verlangsamt, aus Nordkorea kommt Säbelgerassel und die USFrühindikatoren waren zuletzt schwach. Kein Wunder, dass den Unternehmen die Phantasie für eine dynamische Erholung wieder verloren gegangen ist.

 

Natürlich ist das eine Momentaufnahme und die Stimmung kann genauso schnell wieder drehen. In diese Richtung wird sicherlich die Regierungsbildung in Italien wirken, genauso wie die zu erwartende Zinslockerung durch die Europäische Zentralbank und deren weitere, noch zu beschließenden Maßnahmen. Für das zweite Quartal kommt das aber wohl zu spät, sodass hier die Wachstumsdynamik gegenüber dem ersten Quartal etwas nachgeben dürfte. Erst einmal machen sich die Nachläufer der kalten Witterung bemerkbar, zu denen nun wieder zurückhaltendere Unternehmen hinzukommen könnten.


* Der Autor, Dr. Ulrich Kater, ist Chefvolkswirt der DekaBank

 

 

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