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Deka Konjunktur-Kommentar

Der Konjunkturkommentar von Dr. Ulrich Kater*


So fulminant wie die erste Halbzeit im ersten Halbfinalspiel der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft war das erste Halbjahr 2014 für die Weltwirtschaft definitiv nicht. Der globale Aufschwung hat wenig Elan. Denn er muss weiterhin den bestehenden strukturellen Problemen - vor allem in den Industrieländern - sowie geopolitischen Unwägbarkeiten trotzen.

Nutzen wir das Halbzeitende, um einen Ausblick auf das zweite Halbjahr zu wagen. Zentrale Spieler für die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte sind die großen Notenbanken Fed und EZB. Für die US-Notenbank Fed hat sich im Lauf des ersten Halbjahrs klar abgezeichnet, dass sie schon bald von ihrer defensiven Strategie namens „ultra-expansive Geldpolitik“ hin zu einer offensiven Strategie gegen sich langsam abzeichnende Inflationsgefahren bewegen wird. Es ist wahrscheinlich, dass die Fed zur Jahresmitte 2015 ihren Zinserhöhungszyklus beginnen wird. Dagegen hat sich die EZB zuletzt nochmals stärker in die Verteidigung zurückgezogen, indem sie weitere Maßnahmen beschlossen hat, die eventuelle Deflationsrisiken eindämmen sollen. Bis zu ihrer ersten Zinserhöhung dürften noch gut drei Jahre ins Land ziehen.

Betrachtet man das globale Spiel aus dem Blickwinkel der volkswirtschaftlichen Reformen, bestimmt Langeweile das Bild. In Euroland, wo Reformen für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit dringend angeraten sind, stehen große Volkswirtschaften wie Frankreich und Italien weitgehend bewegungslos auf dem Platz. Der Wachstumsstar Deutschland dagegen hat mit den jüngsten Reformschritten womöglich ein Eigentor geschossen. Immerhin sind Irland, Spanien, Portugal und Griechenland dank ihres Reformtrainings deutlich wettbewerbsfähiger geworden. Ob sie ihre Torchancen allerdings realisieren können, hängt davon ab, ob ihre Reformaktivität zu früh erlahmt. Denn die Ruhe, die an den Finanzmärkten nach den Krisenjahren eingekehrt ist, hat durchaus ihre Schattenseiten. Zum Teil rekordniedrige Renditen für die Staatsanleihen der Krisenländer Eurolands verführen dazu, den Reformprozess zu stoppen. Damit würden die Spieler in ihre alte Lethargie zurückfallen. So können mittelfristig keine Spiele gewonnen werden.

Jenseits des Atlantiks haben die USA nicht nur bei der Fußball-WM positiv überrascht, auch für die Fed stellt sich mehr und mehr die Frage, wie bald sie der anziehenden Inflationsraten und der guten Arbeitsmarktentwicklung mit der Zinswende begegnen soll. Dass die Fed vor (wie von uns prognostiziert) Mitte 2015 die Zinsen erhöht, ist bislang nur ein Risiko für die Märkte. Für den Anleger bleibt damit in der Halbzeitbilanz die Erkenntnis, dass die leidige Realzinsfalle - Inflationsrate liegt über den Zinsen für festverzinsliche Anlagen - noch sehr lange Zeit bestehen bleibt. Der Ausweg mit den derzeit besten Perspektiven bleiben Aktien, für die wir trotz Schwankungen auch in der zweiten Halbzeit dieses Jahres positiv gestimmt bleiben.


* Der Autor, Dr. Ulrich Kater, ist Chefvolkswirt der DekaBank

 

 

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