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Wer gut informiert ist, hat alle Vorteile auf seiner Unternehmensseite!  

Hier informieren wir Sie regelmäßig und praxisorientiert über topaktuelle Themen aus der Finanzwelt.

 

Schutz für Manager - die D&O-Versicherung

Wenn Vorstände oder Geschäftsführer ihre gesetzlich geregelten Pflichten verletzen, können für das Unternehmen oder Dritte hohe Schäden entstehen. Abgesichert werden kann dieses Risiko durch die Directors-and-Officers-Versicherung („D&O-Versicherung“), eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung, die ein Unternehmen (= Versicherungsnehmer) für seine Organe (= versicherte Person) abschließt.


Auch wenn man ehrenamtlich für eine gemeinnützige Organisation (z.B. Verein) tätig ist, haftet man als Vorstand in aller Regel bei Pflichtverletzungen mit seinem gesamten Privatvermögen!


Grundlagen der Organhaftung

Die Manager- oder Organhaftung umfasst die persönliche zivilrechtliche Verantwortlichkeit von Unternehmensorganen für unternehmerische Pflichtverletzungen.


Zu unterscheiden ist dabei zwischen der Haftung gegenüber dem eigenen Unternehmen, also der Innenhaftung, und der Außenhaftung gegenüber Dritten.

  • Die Organhaftung unterliegt zum Teil besonders strengen Haftungsregeln:
  • Verschuldensvermutung und Beweislastumkehr, d.h. der Unternehmensleiter muss im Nachhinein beweisen, dass seine geschäftspolitische Entscheidung richtig war.
  • Haftung bereits bei einfacher Fahrlässigkeit!
  • Haftung unbegrenzt und mit dem Privatvermögen!
  • Oft haften mehrere Unternehmensleiter gesamtschuldnerisch, d.h. dass nicht nur für das eigene Verschulden, sondern darüber hinaus - zunächst - für das Fehlverhalten anderer Organmitglieder eingestanden werden muss.


Wer ist versichert?

Versicherte Personen der D&O-Versicherung sind gegenwärtige und zukünftige Mitglieder

  • der geschäftsführenden Organe, also Vorstände von Aktiengesellschaften, Vereinen oder Genossenschaften sowie Mitglieder der Geschäftsführung einer GmbH und
  • der Aufsichtsorgane, also Aufsichtsräte und Beiräte
  • die leitenden Angestellten der Versicherungsnehmerin,
  • sowie von Tochterunternehmen, bei denen die Versicherungsnehmerin mehr als 50% Beteiligung hat.


Was ist Gegenstand der D&O Versicherung?

1. Abwehr- und Leistungsfunktion

Dass auch die D&O-Versicherung wie jede andere Haftpflichtversicherung sowohl eine Abwehr- als auch eine Leistungsfunktion besitzt, versteht sich fast schon von selbst. Nicht jeder augenscheinlich von einer versicherten Person „verursachte“ Schaden stellt gleichzeitig auch eine vorwerfbare Pflichtverletzung im Sinne einer D&O-Versicherung dar. Fehlt es an den gesetzlichen Voraussetzungen zur Durchsetzung eines Schadenersatzes, so wird sich der Versicherer mit der Abwehr der erhobenen Vorwürfe beschäftigen.


2. Deckung von Innen- und Außenansprüchen

Dass die D&O-Versicherung sowohl Innen- als auch Außenansprüche abdeckt, entspricht der oben genannten Haftungssituation. In der Regel gilt es als deutlich wahrscheinlicher, dass ein Anspruch von Seiten des Unternehmens (=Innenanspruch) erhoben wird!


Als typische Fälle von Außenansprüchen gelten z.B. Aktionärsklagen wegen angeblich unzureichender kapitalmarktrelevanter Informationen sowie im Falle einer Unternehmensinsolvenz Klagen durch Insolvenzverwalter, Gläubiger, Sozialversicherungsträger und Finanzverwaltung. Aus diesem Grund ist es im Zuge der Risikoanalyse sehr wichtig die genauen Beteiligungsverhältnisse, die Namen der Beteiligten (Unternehmen oder Personen) und die Namen der jeweiligen Organe zu ermitteln.


3. Versicherungsfalldefinition: Claimsmade

Die D&O-Versicherung basiert auf dem sog. Claimsmade-Prinzip (Anspruchserhebungsprinzip).

Danach ist der Versicherungsfall dann eingetreten, wenn ein Anspruch gegen die versicherte Person geltend gemacht wird. Die Anspruchserhebung erfolgt, wenn eine versicherte Person aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen, wegen einer bei der versicherten Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung, vom Versicherungsnehmer oder Dritten, auf Ersatz eines Vermögensschadens in Anspruch genommen wird.


4. Nachhaftungsregelungen und Rückwärtsdeckung

Zur Wesensart einer Claims-made-Police gehören immer auch in den Versicherungsbedingungen vereinbarte Zeiträume für die Rückwärtsversicherung und die Nachhaftung.


So können beispielsweise bei der Rückwärtsversicherung auch Ansprüche wegen vor Versicherungsbeginn eingetretenen Pflichtverletzungen in den Versicherungsschutz eingeschlossen werden, wenn die Versicherungsnehmerin und die versicherten Personen bei Vertragsabschluss keine Kenntnis von möglicherweise vorliegenden Schadenumständen haben. Die Vereinbarung einer Nachhaftung gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, auch nach Vertragsbeendigung erhobene Schadenersatzgeltendmachungen dem Versicherer zu melden.

 

Unsere Lösung der Naspa bietet:

  • Unbegrenzte Rückwärtsdeckung für vorvertragliche Pflichtverletzung.
  • Nachmeldefrist 5 Jahre, für während der Vertragsdauer begangene Pflichtverletzungen, wenn die Kündigung nicht wegen Beitragszahlungsverzug erfolgte.


Welchen Versicherungsschutz bieten wir?

1. Unsere Zielgruppen

Unsere Zielgruppen sind:

  • die Wohnungswirtschaft
  • sonstige Wirtschaftsunternehmen
  • gemeinnützige Organisationen (z.B. Vereine, Stiftungen)


2. Versicherungssumme / Selbstbehalt

Die Versicherungssumme hängt bei den Wirtschaftsunternehmen von der Bilanzsumme, der Eigenkapitalausstattung und der Wirtschafts- und Ertragslage des Unternehmens ab und steht je Versicherungsjahr einmal zur Verfügung. Bei gemeinnützigen Organisationen (z.B. Vereine, Verbände, Stiftungen) richten wir uns an der Haushaltssumme aus.  In der Regel gibt es keinen Selbstbehalt in unseren Konzepten. Die Ausnahme bildet der Pflicht-Selbstbehalt für Aktiengesellschaften gem. § 93 Abs. 2 S. 3 AktG. Dies bedeutet in der Praxis eine verpflichtende Selbstbeteiligung des Vorstandes bei Abschluss einer D&O-Versicherung. Dieser Pflicht-Selbstbehalt beträgt mindestens 10 % des Schadens, maximal das 1,5-fache des Jahres-Festgehalts.

3. Ausschlüsse

Folgende Mindestausschlüsse finden sich in unseren Bedingungen:

  • vorsätzliche Schadenverursachung / wissentliche Pflichtverletzung
  • Strafen, Bußen und Entschädigungen mit Strafcharakter (sog. punitiv damages)

 

4. Schadenbeispiele
Schadensfall 1: Brauerei
Der Geschäftsführer einer Brauerei wurde zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von
815.000 EUR verurteilt. Die Brauerei beschuldigte ihn, sich während seiner Tätigkeit nicht auf das Kerngeschäft des Unternehmens konzentriert zu haben, sondern auf Immobiliengeschäfte. Durch diese Pflichtverletzung sei dem Unternehmen ein Schaden in Höhe von 12 Mio. Euro entstanden.

Schadensfall 2: Maschinenbauer
Ein Geschäftsführer eines kleinen Maschinenbauunternehmens hatte es bei der Einstellung eines Controllers versäumt, ein polizeiliches Führungszeugnis zu verlangen. Der mehrfach vorbestrafte Mann veruntreute mehrere 100.000 Euro. Die D&O Versicherung leistete Schadenersatz.

Haben Sie Fragen zu diesem komplexen, wichtigen und spannenden Thema?
Wenn Sie sich gern persönlich weitergehend informieren möchten und sich von unseren Möglichkeiten für Ihre individuelle Absicherung überzeugen möchten, wenden Sie sich an Ihren Ansprechpartner der Naspa!



 

 

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