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Deka Konjunktur-Kommentar

Schwaches Schlussquartal - aber positiver Stimmungsauftakt 2013

 Der Konjunkturausblick von Dr. Ulrich Kater*

 

Im vierten Quartal 2012 hat die europäische Schuldenkrise gleich in mehrfacher Hinsicht das deutsche Wachstum belastet und zu einem deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts geführt.


Zum einen machte sie sich in einer merklichen Schrumpfung der deutschen Exporte bemerkbar, die besonders unter den rückläufigen Ausfuhren in die Eurozone litten. Doch auch in andere große Regionen, vor allem in die USA, wurde weniger exportiert. Die Importe sanken in geringerem Umfang, was zu einer Wachstumsbelastung durch den Außenbeitrag führte.


Weniger Investitionen, schwacher Konsum

Noch einschneidender sind die Belastungen der europäischen Schuldenkrise bei der Investitionstätigkeit. Seit Sommer 2011 fahren die Unternehmen ihre Ausrüstungsinvestitionen zurück. Zu groß war die Unsicherheit über die Entwicklung des immer noch wichtigsten Absatzmarktes Europa. Diese Entwicklung hat sich auch im vierten Quartal fortgesetzt.


Der private Konsum zeigte sich im vierten Quartal gemessen an den Rahmenbedingungen überraschend schwach. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland nahm zwar seit Frühjahr leicht zu, weil die Unternehmen auf die mit der Schuldenkrise verbundene Ungewissheit reagierten. Doch der Anstieg der Arbeitslosigkeit hielt

sich in engen Grenzen.


Die Stimmung der deutschen Wirtschaft hellt sich auf

Die Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal war herb, doch man kann einen Haken daran machen, denn die Aussichten hellen sich merklich auf. So ist das ifo Geschäftsklima für Februar erneut sprunghaft um 3,1 Punkte auf einen Stand von 107,4 Punkten angestiegen. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen steigen weiter rapide an. Um vier Punkte legten sie auf 104,6 Punkte zu. Die Sorgen der Unternehmen im vergangenen Jahr über den Zerfall der Eurozone, die Schwäche Chinas und die US-Fiskalklippe sind weitgehend geschwunden, und die Erleichterung darüber

ist sehr groß. Damit bildet sich nun - zusammen mit den geringen Zinskosten - ein Umfeld heraus, das nach der langen Phase der Zurückhaltung auf einen starken Investitionsaufschwung hoffen lässt.


Ifo-Uhr zeigt auf Boom

Dass die Lagebeurteilung ebenfalls kräftig zugelegt hat, hat vor diesem Hintergrund eher

Nachrichtenwert, zeigt aber immerhin, dass der Anstieg der Geschäftserwartungen der vergangenen Monate nun auch seinen Widerhall in der tatsächlichen Entwicklung der Unternehmensaktivität findet. Sorgen um eine Erwartungsblase dürften damit vorerst vom Tisch sein.


Die deutsche Volkswirtschaft wird auch 2013/14 die Lokomotive der Eurozone sein. Im ersten Quartal 2013 werden der Kessel wieder unter Druck gesetzt und die Bremsen gelockert, im weiteren Jahresverlauf nimmt die deutsche Lokomotive spürbar Fahrt auf. Darauf deutet auch die um den strukturellen Pessimismus bereinigte ifo-Uhr hin, deren Zeiger nun deutlich im „Boom"-Quadranten steht.


* Der Autor, Dr. Ulrich Kater, ist Chefvolkswirt der DekaBank

 

 

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