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Deka Konjunktur-Kommentar

Stimmung der Unternehmen bessert sich

Der Konjunkturkommentar von Dr. Ulrich Kater*

Die Stimmung der deutschen Unternehmen hat sich im Mai wieder aufgehellt: Das ifo Geschäftsklima stieg um gut einen Indexpunkt auf 105,7 Punkte an. Der drohende dritte Rückgang in Folge ist damit vermieden worden und der Aufwärtstrend des Geschäftsklimas weiter intakt.

Der Wermutstropfen ist, dass die Stimmungsaufhellung einzig aus der Lageeinschätzung der Unternehmen kam und die Geschäftserwartungen nur stagnierten. Der Zeiger der um den strukturellen Pessimismus bereinigten ifo-Uhr hat damit die Verbesserung vom Februar fast vollständig, aber doch nicht ganz abgegeben und steht somit gerade noch im „Boom"-Quadranten. Zum Anstieg des ifo Geschäftsklimas trugen insbesondere das verarbeitende Gewerbe und der Großhandel bei. Letzterer hatte sogar das größte Stimmungsplus zu verzeichnen, sein Gewicht ist allerdings geringer als das der Industrie. Positive Impulse kamen auch von den Einzelhändlern, während die Stimmung der Bauwirtschaft wegen schlechterer Geschäftserwartungen gesunken ist.

Stimmung im verarbeitenden Gewerbe hellt sich auf
Auch von den Einkaufsmanagern gibt es Positives zu berichten. So ist der Gesamteinkaufsmanagerindex für den Euroraum im Mai nach vorläufiger Berechnung um knapp einen Indexpunkt angestiegen. Gleichwohl lag dieser Indikator weiterhin in einem Bereich, der auf eine milde Rezession hindeutet. Für Deutschland fiel der Anstieg des Einkaufsmanagerindex etwas geringer aus, dafür liegt der Stimmungsindikator aber auch gut zwei Indexpunkte höher. Die Branchenunterteilung ist bei den Einkaufsmanagerindizes weniger fein. Es wird nur unterschieden in einen Index für das verarbeitende Gewerbe und einen für den Dienstleistungsbereich. Wie beim ifo Index resultierte hier die Verbesserung des Gesamtindikators von einer Stimmungsaufhellung im verarbeitenden Gewerbe. Stimmungsschwankungen im verarbeitenden Gewerbe haben oftmals mit Entwicklungen im Außenhandel zu tun, sodass sich hier, trotz der Stimmungseintrübung des Chinaindikators, möglicherweise ein besseres globales Wachstumsumfeld andeutet.

EZB setzt positives Signal

Hintergrund für die allgemeine Stimmungsaufhellung ist, dass die Problemthemen Italien und Zypern vom Frühjahr dieses Jahres recht rasch wieder verflogen sind. Italien hat inzwischen eine funktionsfähige Regierung und von Zypern wird nicht mehr gesprochen. Positiv ist zudem das Signal zu werten, das die EZB mit ihrer Zinssenkung ausgesendet hatte. Auch wenn die makroökonomischen Auswirkungen gering sind, sie zeigte Handlungsbereitschaft und Handlungsfähigkeit. Allerdings haben sich die Wolken am globalen Konjunkturhimmel immer noch nicht verzogen: Im vergangenen Monat hatten sich die globalen Frühindikatoren weiter eingetrübt und aktuell enttäuschte der chinesische Einkaufsmanagerindex ein weiteres Mal. Deutschland steuert nach dem unerwartet schwachen ersten Quartal auf ein besseres zu. Um die Erholung auf sichere Beine zu stellen, müssen aber die Erwartungen auch anziehen, denn an ihnen hängen die Investitions- und Beschäftigungspläne der Unternehmen.

* Der Autor, Dr. Ulrich Kater, ist Chefvolkswirt der DekaBank

 

 

 

 

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