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Deka Konjunktur-Kommentar

Erleichterung bei den Konsumenten und an den Börsen

 

Zuvorderst waren es die Euro-Staatsschuldenkrise und Rezessionsängste, die sich negativ aufgeschaukelt hatten: Mehr Sparen bremste die Konjunktur stärker, was wiederum zusätzliche Konsolidierungsanstrengungen erforderlich machte usw. Erschwerend kam die unsägliche Diskussion in den USA um die Anhebung der Schuldengrenze hinzu. Kurzum: Die Perspektiven verfinsterten sich.

In diesem düsteren Umfeld erreichte auch der deutsche Aktienmarkt seinen Tiefpunkt des vergangenen Jahres: Am 12. September 2011 schloss der DAX bei 5.072 Punkten. Gut sechs Monaten später stand das deutsche Börsenbarometer wieder bei über 7.000 Punkten unweit des diesjährigen Höchststandes.


Verbesserte Konsumstimmung

So weit, so gut. Sind denn auf diesem erfreulichen Weg, wenn schon nicht zu viele Aktiensparer, so doch immerhin die Konsumenten stimmungsmäßig mitgenommen worden? Ja! Sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks hat sich die Konsumentenstimmung seit den jeweiligen Tiefständen im Herbst 2011 deutlich verbessert. So hat sich in den USA das Verbrauchervertrauen des Conference Board inzwischen auf über 70 Punkte verbessern können, was eine beeindruckende Steigerung um rund 40 Punkte seit Oktober 2011 bedeutet. Bei den jüngsten europäischen Konsumklimaindikatoren zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Stimmung liegt nennenswert über den Tiefs im vergangenen Herbst, was für Italien am überraschendsten ist. Aber von Euphorie und ungehemmtem Optimismus kann freilich keine Rede sein. In Frankreich und Italien stiegen die Indikatoren auch im März weiter, wohingegen das GfK Konsumklima für Deutschland zuletzt marginal nachgab. Die Benzinpreise schlagen uns hierzulande eben doch schnell mal aufs Gemüt.


Durchatmen und Weitermachen

Erleichterung ist das Zauberwort! Es ist aus heutiger Sicht eben nicht so schlecht gekommen, wie das im letzten Sommer befürchtet worden war. Im Gegenteil: Die konjunkturelle Entwicklung hat sich vor allem in den USA spürbar stabilisiert, in Euroland dürfte die unvermeidliche Rezession nur milde ausfallen. Und besonders wichtig ist, dass die Ernsthaftigkeit bei der Bewältigung der Euro-Staatsschuldenkrise unterstrichen worden ist. Mitnichten sind alle Probleme gelöst, auch werden sie in diesem Jahr nicht vollständig gelöst werden können. Aber der Weg ist hinreichend glaubwürdig eingeschlagen worden, sodass die Kapitalmärkte im sogenannten Risk-On-Modus in der Breite zuletzt freundlich tendiert haben.

So schön Erleichterung ist, aber ihr Zauber kann sich verflüchtigen. Das Potenzial für eine weitere erhebliche Stimmungsaufhellung bei den Konsumenten und auch an den Aktienmärkten sollte kurzfristig begrenzt bleiben. Risiken in Europa, wie zum Beispiel die anstehenden Wahlen in Frankreich und Griechenland, schützen dabei vor Euphorie. Eine Seitwärtsbewegung beim Verbrauchervertrauen auf dem erreichten Niveau ist indes kein Beinbruch, sondern ein zufriedenes Durchatmen, was typischerweise im physischen Sinne zu einer spürbaren Erleichterung gehört.


* Der Autor ist Chefvolkswirt der DekaBank.

 

 

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