Was ist Rating?
Im Ratingprozess werden alle erfolgsrelevanten Merkmale eines Unternehmens mithilfe von statistischen Verfahren untersucht. Mit dem Rating soll so eine Bonitätsaussage über ein Unternehmen getroffen werden. Handelt es sich um ein gesundes und wirtschaftlich stabiles Unternehmen? Oder besteht die Gefahr, dass dieses Unternehmen zahlungsunfähig wird und einen Insolvenzantrag stellt? Das Ergebnis eines Ratingprozesses ist die Vergabe einer Note – der so genannten Ratingklasse – für jedes Unternehmen.
Sparkassen und Banken nutzen solche für interne Zwecke entwickelten Ratingverfahren seit vielen Jahren. Rating ist also nichts Neues. Es ist nur durch die aktuelle Diskussion um den Baseler Ausschuss für internationale Bankenaufsicht stärker denn je in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt.
Trotz der wirtschaftlichen Aussage, die ein Rating über das Risiko eines jeden Kredites gibt, bedeutet dieses jedoch nicht die abschließende Entscheidung, ob ein Kredit vergeben wird oder nicht. Hier spielen noch einige andere Kriterien eine Rolle, wie z.B. Sicherheiten, Kreditvolumen, Laufzeit, Verwendungszweck und Kapitaldienstfähigkeit. Das Rating bereitet eine Kreditentscheidung vor, es ersetzt sie jedoch nicht.
Die Sparkassen-Finanzgruppe hat in den vergangenen Jahren ihr bestehendes bisheriges Ratingverfahren entscheidend weiter entwickelt. Das neue Ratingverfahren wird damit zwei wichtigen Anforderungen gerecht:
- den rechtlichen Anforderungen der internationalen und deutschen Bankenaufsicht und
- den wirtschaftlichen Anforderungen an die risikogerechte Führung der Sparkassen und Banken
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