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Diese Änderungen kommen
ab dem 03.01.2018 auf Anleger zu.

Die EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID, Markets in Financial Instruments Directive), kurz Finanzmarktrichtlinie, ist das regulatorische Rahmenwerk für Wertpapiergeschäfte in Europa. Sie regelt und harmonisiert europaweit den Wertpapierhandel und setzt hohe Standards für den Anlegerschutz.

Am 25.08.2017 berichteten wir über das zum Jahresbeginn 2018 in Kraft tretende Investmentsteuerreformgesetz, kurz InvStRefG, welches einen Systemwechsel in der Besteuerung von Publikumsinvestmentvermögen in Deutschland nach sich zieht. Heute möchten wir Sie über eine weitere wichtige gesetzliche Neuerung ab dem 03.01.2018 informieren: über MiFID II.

MiFID II entwickelt die EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID („Markets in Financial Instruments Directive“) von 2007 weiter – eine Reaktion des europäischen Gesetzgebers auf die Finanzmarktkrise. Die gute Nachricht: Der Anlegerschutz – vor allem in den folgend genannten Bereichen – wird gestärkt:

  • Gestaltung und Überwachung von Finanzprodukten (Product Governance, Schwerpunkt Zielmarkt)
  • Kosten- und Zuwendungstransparenz
  • Geeignetheitsprüfung und Dokumentation

Ergänzend kommen mit der Finanzmarktverordnung MiFIR (Markets in Financial Instruments Regulation) Themen zur Marktinfrastruktur hinzu, die den Handel mit Finanzinstrumenten regulieren und dabei vor allem Melde- und Transparenzpflichten betreffen.

Gestaltung und Überwachung von Finanzprodukten

Ihr Vorteil: Produkte werden noch stärker als bisher an Ihren Bedürfnissen und Zielen ausgerichtet. Hierzu werden u. a. sogenannte Zielmärkte definiert, d.h. es wird festgelegt, für welche Gruppe von Kunden das Finanzinstrument bestimmt ist.

Kriterien des Zielmarktes sind:

  • Anlegertyp,
  • vorhandene Kenntnisse und Erfahrungen,
  • finanzielle Verlusttragfähigkeit,
  • Risikobereitschaft und Risiko-Renditeprofil,
  • Anlageziele und
  • Anlagehorizont.

Des Weiteren werden mit der Verordnung über Basisinformationsblätter für verpackte Anlageprodukte (PRIIPs) für bestimmte Finanzinstrumente statt der bisherigen Produktinformationsblätter (PIB) neue Basisinformationsblätter, sog. KIDs (Key Information Documents), erstellt. Sie sorgen für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit.

Kosten- und Zuwendungstransparenz

Ihr Vorteil: Sie erhalten durch neue Standards faire Kostentransparenz. Neben den Zuwendungen werden auch die zugrunde liegenden Dienstleistungs- und Produktkosten offengelegt.

Somit erhalten Sie Mitteilung über:

  • die Gesamtkosten, also alle Kosten und Nebenkosten, die im Zusammenhang mit der Wertpapierdienstleistung/ Wertpapiernebendienstleistung sowie mit der Entwicklung/Strukturierung und Verwaltung der Finanzinstrumente anfallen, und
  • die Zuwendungen, die Banken von Dritten im Zusammenhang mit der Wertpapierdienstleistung/ Wertpapiernebendienstleistung erhalten.

Geeignetheitsprüfung und Dokumentation

Ihr Vorteil: Die Anlageberatung wird weiterhin dokumentiert. Dies erfolgt ab dem 03.01.2018 durch die Geeignetheitserklärung, welche das bisherige Beratungsprotokoll ersetzt. Diese Erklärung wird bei jeder Beratung zur Geldanlage in Finanzinstrumente ausgefertigt.

Bei der Geeignetheitsprüfung muss Ihr Berater vor Geschäftsabschluss prüfen, ob:

  • das zu empfehlende Geschäft Ihren Anlagezielen entspricht und
  • ob Sie aus dem Geschäft möglicherweise entstehende finanzielle Risiken tragen können.

Die Banken sind dazu angehalten, die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Berater, die sich auf die Annahme, Übermittlung und Ausführung von Kundenaufträgen bezieht, aufzuzeichnen. Ihre Aufträge für Wertpapiertransaktionen können Sie telefonisch, persönlich oder über Online-Brokerage erteilen.

Bei telefonischer Auftragserteilung findet zukünftig eine Aufzeichnung des Gespräches statt. Dadurch erhalten Sie  Sicherheit und Transparenz  bei Ihrer erhaltenen Anlageberatung. Eventuelle Kommunikationsfehler oder Fehlorders können dadurch nachvollzogen werden.

Als Anleger können Sie insbesondere von Auswirkungen in den Bereichen Transparenzpflichten, der Anlageberatung und Kostentransparenz profitieren. Durch die neuen Vorgaben der MiFID II werden die bislang transparent und umfänglich zur Verfügung gestellten Informationen weiter ergänzt.

Um Ihre persönliche Portfoliostruktur, Vermögenssituation und individuellen Fragestellungen berücksichtigen zu können, steht Ihnen Ihr persönlicher Private Banking-Berater  gerne zur Verfügung.  

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