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Ruhestandsplanung

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Liquiditäts- und Vermögenssicherung im Alter

Ein selbstbestimmtes Leben zu führen, ist ein verbreiteter Wunsch. Und so könnte er aussehen, der sorgenfreie Ruhestand: stabile Gesundheit, soziale Kontakte und finanzielle Absicherung. Zwar sind sich die meisten bewusst, dass dafür die Weichen möglichst früh gestellt werden sollten, doch handeln sie nicht – ob vermögend oder nicht.* Woran liegt das? Und vor allem: Wie relevant ist die Ruhestandsplanung, wenn das Vermögen gesichert scheint?

Menschlich: Prokrastination und Ruhestandsplanung

So viel vorab: Um Altersarmut müssen sich diejenigen, die es zu Wohlstand gebracht haben, sicher weniger sorgen. Dennoch stellt Private Banking-Berater Dirk Janz, Leiter Private Banking der Region Wiesbaden fest: „Bei den eingehenden Analysen der Vermögenswerte unserer Kunden stoßen wir immer wieder auf Lücken in den Liquiditätsstrukturen. Aber auch plötzliche Schicksalsschläge können die eigenen Pläne ordentlich durcheinanderwirbeln und zum Umdenken zwingen. Kommt es beipielsweise zu einem Pflegefall, müssen das Vermögen und die Liquidität neu durchdacht werden – denn Pflege kostet. Es kann sein, dass Vermögenswerte aufgelöst werden müssen, obwohl die Pläne anders aussahen. Wenn rechtzeitig Vorkehrungen getroffen werden, können die ursprünglichen Pläne oftmals beibehalten werden. Die Lösungen sind hierbei sehr individuell. Natürlich kann niemand die Zukunft voraussagen. Ein maßgeschneiderter Finanzplan für einen sorgenfreien Ruhestand lässt sich aber schon heute ermitteln: einer, der das bisher Erreichte sinnvoll absichert, sich kontinuierlich an persönliche Lebenssituationen anpasst und so den gewohnt hohen Lebensstandard bis ins hohe Alter ermöglichen kann.“

Doch woran liegt es, dass trotz klarer Vorstellungen, wie der Ruhestand aussehen soll, nur jeder Fünfte aktiv vorsorgt?* Kurz: an dem natürlichen Hang, erst mal aktuelle Bedürfnisse zu befriedigen und sich lieber jetzt als später zu belohnen (Stichwort „Prokrastination“/„Aufschieberitits“). So erklären sich Verhaltensforscher das Paradoxon. Für sie ist es absolut menschlich – und gerade wenn es um unangenehme oder komplexe Themen wie die Ruhestandsplanung geht, schieben Menschen gerne auf.

Das kann Dirk Janz nur bestätigen: „Wir erleben es immer wieder, dass sich Privatanleger – im Job top erfolgreich, vermögend – mit der Vorsorge fürs Alter schwertun. Das Thema ist oft komplex, liegt dazu in ferner Zukunft und kostet Zeit. Eine optimale schichtübergreifende Vorsorgelösung – gesetzliche Rente, private und betriebliche Altersabsicherung, ggf. die Absicherung von Hinterbliebenen – erfordert umfangreiches Spezialwissen.“

Hohe Lebenserwartung erfordert solide Planung

Dass die prognostizierte höhere Lebenserwartung eine längere Zeit im Ruhestand verspricht, liegt quasi auf der Hand. In unserem Dossier zum Thema „Risiko Langlebigkeit?!“ haben wir die finanziellen Aspekte dieser Thematik aufgegriffen.

Mit dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben beginnt der Ruhestand. Wie lange er dauern wird, ist nicht planbar. Auch Statistiken können die Lebenserwartung nur theoretisch ermitteln, aktuell liegt sie bei mehr als 80 Jahren. Wahrscheinlichkeitstheoretiker gehen davon aus, dass knapp 38 Prozent der heute 55-jährigen Frauen und etwa 21 Prozent der heute 55-jährigen Männer sogar älter als 95 Jahre werden.** Bei der Ruhestandsplanung sollte die höhere Lebenserwartung berücksichtigt werden.

Ruhestandsplanung konkret

„Bei unseren Kunden zeichnet sich ein Wunsch besonders ab: den heutigen Lebensstandard auch in Zukunft halten zu können. Im Detail sehen die Wünsche und Ansprüche natürlich sehr unterschiedlich aus“, stellt Janz fest. Schließlich bestimmen unter anderem die persönliche Liquiditäts- und Vermögenssituation, steuerliche Rahmenbedingungen sowie eine flexible Vermögensallokation eine optimale Ruhestandsplanung.

Überlegungen zur Ruhestandsplanung (auszugsweise):

  • Welcher Liquiditätsbedarf besteht im Ruhestand?
    (Risiken berücksichtigen wie Krankheit, Unfall etc., aber auch Abzüge, Steuer etc.)
  • Wie soll die Familie versorgt bzw. abgesichert werden?
    (Vorteile aus Schenkungen oder Übertragungen)
  • Genügt die heute bewohnte Immobilie möglichen späteren Ansprüchen?
    (Barrierefreiheit, Pflegepersonal vor Ort, Alterswohnsitz im Ausland)
  • Wie soll das Vermögen strukturiert, die Vermögensallokation ausgerichtet sein, damit das Kapital später verfügbar ist?
  • Immobilienbesitz: Ist das Immobilienportfolio langfristig für ein „langes Leben“ gut aufgestellt
    (Bausubstanzen, Mieterstruktur, stabile Mieteinnahmen)
  • Wann und wie sollen Vermögenswerte übertragen werden?
    (Streitigkeiten bei den Erben, Wohnrecht und Nießbrauch bei Immobilien)
     
Ihr Private Banking-Berater unterstützt Sie konzeptionell bei der Ruhestandsplanung.
 
*Befragung von 40–55-Jährigen im Rahmen der Studie des Sinus-Instituts im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Abruf 3/18; https://gdv.de/resource/blob/8222/2c1a72f6f789db6e57e120f5b02f31a6/repr-sentative-studie--pdf---2018224685-data.pdf  
**Dirk Schiereck • Torsten Haupt • Olaf Neuenfeldt (Hrsg.): Ruhestandsplanung – neuer Beratungsansatz für die Zielgruppe 50plus, Perspektivwechsel im gehobenen Privatkundengeschäft, Springer Fachmedien Wiesbaden 2015
 
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