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Der systematische Einstieg in den Aktienmarkt

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Wertpapiersparen mit System


Die Frage ist: Wann? Gesucht ist: Der richtige Einstiegszeitpunkt an der Börse. Doch gibt es diesen überhaupt? Eine erfolgversprechende Strategie: nicht alles auf eine Karte setzen – dies gilt es auch beim richtigen Timing zu beachten.

Die Zinsniveaus verharren auf Tauchstation und von einem ersten Auftauchen kann bis auf Weiteres nicht die Rede sein. Erst im Sommer 2019 rechnen die Volkswirte der DekaBank beispielsweise mit einer ersten Zinsanhebung in Europa durch deren Notenbank. Viel besser sieht es in den Vereinigten Staaten auch nicht aus. Zwar kündigte US-Notenbank-Chefin Janet Yellen aufgrund der prosperierenden Wirtschaftszahlen für ihre Sitzung Ende Juli eine Zinserhöhung an, allerdings beließ die Notenbank (FED) auch in den USA ihre Zinssätze unverändert. Erfreulicher Nebeneffekt: Der Dow-Jones-Index notierte zum Handelsschluss über 21.700 (21.892 Punkte, Stand 30.08.2017) und der Deutsche Aktienindex (DAX) notierte mit einem Indexstand über 12.000 Punkte (12.002 Punkte, Stand 30.08.2017).

Systematischer Einstieg

Viele Anleger fragen sich, ob der richtige Einstiegszeitpunkt aufgrund hoher Kurse nicht schon verstrichen ist. „Doch einer bereits erzielten Wertentwicklung hinterherzuhecheln oder gar einfach abzuwarten, erweist sich als wenig sinnvoll“, sagt Udo Kiefer, Leiter Private Banking der Region Bad Homburg/Usingen der Naspa. Vielmehr können Anleger ihre Investition auf mehrere Einzahlungszeitpunkte verteilen – also stufenweise in den Kapitalmarkt einsteigen. „Auf diese Weise kann der Bestand sukzessive und systematisch erhöht und der Cost-Average-Effekt genutzt werden“, erklärt Udo Kiefer weiter. Schöner Nebeneffekt: Das Timing-Risiko kann somit gegenüber einer Einmalanlage verringert werden. Regelmäßige Wertpapiersparpläne sollten daher auch in Zeiten niedriger Kurse nicht stillliegen, so hat man die besten Chancen den Cost-Average-Effekt optimal auszunutzen. Selbstverständlich können Einmalanlagen mit Sparplänen kombiniert werden.

Realgeldvernichtung dank Nullzinspolitik

Natürlich können sich die Kurse an den Aktienmärkten nach den deutlichen Anstiegen der vergangenen Monate jederzeit in eine Korrekturphase bewegen. Aber so lange die Wirtschaftsdaten weiter stabil sind und die Unternehmen ihre Gewinne steigern können, stehen die Aktienkurse auf solidem Fundament. Die Schulden- und Geldschwemme der vergangenen Jahrzehnte wird aber irgendwann ihren Tribut fordern. Das ist unausweichlich und in der Geschichte der Kapitalmärkte immer wieder passiert. Und dennoch, bei den aktuellen Rahmenbedingungen, die von Niedrigzins und Inflation geprägt sind, führt kaum ein Weg an Aktien vorbei. Trotz dieser Niedrigzinsphase zeigt sich bei einem Blick auf die Vermögensaufteilung der hiesigen Bevölkerung, dass die Deutschen kein Volk von Aktionären sind. Die Bundesbürger haben mehrheitlich nicht von den Kurssteigerungen der Börse in den vergangenen Jahren profitiert. Vielmehr liegen laut Angaben der Deutschen Bundesbank per Ende 2016 mehr als 2.000.000.000.000 Euro in niedrig- bis gar nicht verzinsten Einlagen brach. Damit findet bei einer Inflation in der Euro-Zone von 1,7 Prozent (per Juli 2017) reale Geldvernichtung statt.

Auf der anderen Seite konnten Anleger, die in europäische Aktien investierten, in den vergangenen 10 Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von 3,2 Prozent erwirtschaften*.  Allerdings sind europäische Aktien im Zeitvergleich und gemessen an ihrem prognostizierten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14,8 teurer als im Durchschnitt der vergangenen 15 Jahre**.  Im Vergleich zu anderen Anlageklassen wie etwa Anleihen oder Spareinlagen, bleiben Wertpapiere, nicht zuletzt aufgrund ihres Ertragspotenzials, ein wichtiger Baustein der Vermögensoptimierung.

In regelmäßigen Check-Up-Gesprächen mit Ihrem Private Banking-Berater wird Ihre individuelle Portfoliostrategie analysiert und bei Bedarf nachjustiert. Individuelle Reportings geben einen strukturierten Überblick bisheriger Erfolge und können als Entscheidungshilfe für neue taktische Handlungsfelder dienen.

Bitte beachten: Die angegebene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen.

*  Quelle: J.P. Morgan Asset Management, Guide to the Markets 30. Juni 2017, Seite 36.
** Quelle: J.P. Morgan Asset Management, Guide to the Markets 30. Juni 2017, Seite 37.

01.09.2017 – bereitgestellt von Ihrer Nassauischen Sparkasse

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