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Attraktive Beimischung

Die Währungshüter der EZB haben es erneut bestätigt: Die niedrigen Zinsen werden sich bis mindestens Mitte 2020 nicht nach oben bewegen. Kritiker gehen sogar davon aus, dass das niedrige Zinsniveau noch weit länger anhalten wird. So oder so: Seit etwa 10 Jahren erleben Anleger eine Phase, die verunsichert. Und die Frage nach attraktiven Investments ist längst gestellt. Eine mögliche Alternative stellen wir Ihnen in diesem Dossier vor: Zertifikate.

Eines vorweg: Gerade in anhaltenden Niedrigzinsphasen und in Zeiten negativer Zinsen gewinnt ein ausgewogen diversifiziertes Portfolio immer mehr an Bedeutung. Wertpapieralternativen, die zur aktuellen Marktsituation passen, gibt es. Produkte, die sich in jeder Zins- und Kapitalmarktsituation positiv entwickeln – die gibt es jedoch nicht. Dennoch kann der Blick über den Tellerrand hinaus lohnenswert sein – gerade wenn man höhere Renditevorstellungen hat. Die aktuelle Realität ist: ohne Risiko keine Rendite. Der reale Geldwertverlust bei Liquiditätskonten und auch bei vielen Rentenpapieren schmälert so manche Gesamtvermögensrendite deutlich.

Zertifikate im Wertpapierdepot?
Zertifikate gehören zu den Investments, die ein Wertpapierdepot konstruktiv ergänzen und Renditechancen bieten können. Es gilt jedoch, genau hinzuschauen und sich aller Chancen und Risiken bewusst zu sein. Allein 2008 waren mehr als 200.000 unterschiedliche Produkte auf dem Markt. Damit man vor lauter Wald die Bäume noch sieht, ist eine sorgfältige und qualifizierte Beratung sinnvoll.

Erklärung:
„Bei Zertifikaten handelt es sich um Schuldverschreibungen eines Emittenten. Da bei einem Ausfall des Emittenten der Totalverlust drohen kann, sollten Anleger daher auf die Bonität des jeweiligen Anbieters achten“, sagt Erik Diefenbach, Leiter Private Banking der Region Main-Taunus. Die Rückzahlung richtet sich nach der Wertentwicklung bestimmter Basiswerte wie Aktien, Indizes oder anderer Vermögenswerte. „Der Kapitalmarkt hält verschiedenste Arten und Ausprägungen parat: von Bonus-Zertifikaten über Discount- oder Express-Zertifikate – unterlegt mit Gold, Öl, Indizes oder anderen Basiswerten. Je nach Zertifikat kann der Anleger nicht nur auf steigende, sondern auch auf seitwärts laufende oder sinkende Kurse setzen“, erklärt Diefenbach. Gemessen am Marktvolumen erfreuen sich gerade Express-Zertifikate und Aktienanleihen einer gewissen Beliebtheit.* Grund genug, diese beiden genauer zu betrachten.

Im Fokus: Express-Zertifikate
Ein Express-Zertifikat ist an die Wertentwicklung eines Basiswertes (in der Regel eine Aktie, ein Aktienkorb oder ein Index) gekoppelt. Es hat eine festgelegte Laufzeit, die jedoch unter bestimmten Bedingungen vorzeitig beendet werden kann (daher der abgeleitete Name „Express“).

Nachfolgend beschreiben wir eine beispielhafte und mögliche Ausgestaltung eines Express-Zertifikats:
Eine vorzeitige Rückzahlung erfolgt, wenn der Kurs des Basiswertes an einem der (meist jährlichen) Bewertungstage auf oder über einer definierten Tilgungsschwelle liegt. Ist dies nicht der Fall, läuft das Zertifikat weiter und die Überprüfung findet am nächsten Stichtag erneut statt. Wird beispielsweise zum Ende der Laufzeit eine definierte Barriere am Bewertungstag unterschritten, partizipiert das Zertifikat 1:1 an der Wertentwicklung des Basiswertes, es kommt zum Verlust.

Bei einer vorzeitigen Rückzahlung wird das anfängliche Kapital, z. B. 100,– € je Zertifikat, und der angegebene Zinsbetrag gezahlt. Dies ist auch der Fall, wenn der Basiswert am Laufzeitende auf oder über der Barriere liegt.

Mögliche Chancen:

  • Attraktive Renditen sind sowohl bei leicht steigenden als auch bei sich seitwärts bewegenden oder leicht fallenden Kursen des Basiswerts möglich.
  • Die definierte Barriere wirkt als Risiko-Puffer zum Laufzeitende.

Mögliche Risiken:

  • Keine Beteiligung an einer positiven Entwicklung des Basiswertes.
  • Emittenten- bzw. Ausfallrisiko und somit gegebenenfalls Totalverlust ist möglich.

Tipp:
Express-Zertifikate sind dann zu empfehlen, wenn der Anleger eine leicht fallende, seitwärts tendierende oder moderat steigende Entwicklung des Basiswertes erwartet.

Im Fokus: Aktienanleihen
Eine Aktienanleihe ist eine Inhaberschuldverschreibung, bezogen auf einen bestimmten Basiswert (beispielsweise eine Aktie) mit einer festen Laufzeit. Jedes Jahr erhält der Anleger eine Zinszahlung (Kupon). Die Zinszahlung erfolgt in jedem Fall – unabhängig von der Entwicklung des Basiswertes.

Die Entwicklung des Basiswertes beeinflusst allerdings die Rückzahlung der Aktienanleihe am Fälligkeitstag:

  • Liegt der Preis des Basiswertes am Bewertungstag auf oder über dem Basispreis, erfolgt die Rückzahlung zu 100,00 % des Nennbetrags.
  • Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erfolgt die Rückzahlung normalerweise in Aktien. Maßgeblich hierfür ist das Bezugsverhältnis.
 
Mögliche Chancen:
  • Zinszahlungen werden unabhängig vom Kursverlauf des Basiswerts jährlich ausgezahlt.
  • Eine mögliche Aktienlieferung bzw. ein Barausgleich erfolgt zum Basispreis und nicht zum Startwert, was zusammen mit der Zinszahlung einen zusätzlichen Puffer bietet.
 
Mögliche Risiken:
  • Ein Verlust am Laufzeitende ist möglich, wenn der Kurs des Basiswerts unter dem Basispreis schließt.
  • Eine Beteiligung an einer positiven Entwicklung des Basiswerts ist nur sehr eingeschränkt möglich.
  • Anleger sind dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit der Emittenten ausgesetzt. Ein Totalverlust ist möglich.
 
Tipp:
Aktienanleihen sind eine empfehlenswerte Ergänzung oder Alternative im Portfolio, wenn der Anleger eher eine seitwärts gerichtete bzw. leicht steigende Wertentwicklung erwartet.
 
Bei Anlagezertifikaten persönliche Beratung nutzen
„Da die Anzahl der Anlagezertifikate nicht gerade überschaubar ist, sollten sich Anleger zunächst genau informieren. Wichtig ist, dass Sie als Anleger Produkte kaufen, die Sie verstehen und die zu Ihrem Chance-Risiko-Profil passen“, rät Erik Diefenbach. Ein prüfender Blick auf den Emittenten des Zertifikats ist ebenfalls geboten. Ihr persönlicher Private Banking-Berater unterstützt Sie gerne bei der Optimierung Ihres Vermögens.
 
* Deutscher Derivateverband: Marktvolumen, Stand 31.07.2019, Abruf 10.2019; derivateverband.de/DEU/Statistiken/Marktvolumen

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