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Marktausblick Aktienmarkt

Marktausblick Aktienmarkt  09.12.2019 - 13.12.2019

Veränderungen zur Vorwoche

  06.12.2019 29.11.2019 Differenz in %
DAX-Index 13.166,58 13.236,38 - 0,53
Stoxx Europe 50 3.335,21 3.344,72 - 0,28
S&P 500 3.145,91 3.140,98 + 0,16

Erwartete Entwicklung DAX: 13.000 - 13.600 Punkte

 

Aktuelle Situation:

  • Stark variierende Nachrichten über den Verlauf der Handelsgespräche zwischen den USA und China verursachten in der vergangenen Woche Schwankungen an den Aktienmärkten. Der gute US-Arbeitsmarktbericht verhalf den Kursen vor dem Wochenende allerdings zu einer Erholung.
  • Das US-Repräsentantenhaus billigte einen Gesetzentwurf zum Vorgehen gegen Chinas Unterdrückung muslimischer Minderheiten. Der Entwurf würde die US-Regierung verpflichten, im Falle der Unterdrückung und Misshandlungen der Uiguren Sanktionen gegen hochrangige chinesische Beamte sowie Exportverbote einzusetzen und belastet damit die Verhandlungen im Zollstreit. Die Regierung in Peking sieht hierin eine Einmischung der USA in innenpolitischen Angelegenheiten. In der Folge erklärte US-Präsident Trump, es gäbe im Handelsstreit keine Frist für eine Einigung mit China, so dass ein Abkommen evtl. erst nach der US-Wahl im November 2020 erzielt werden könne. Trotz des raueren Tons zwischen beiden Staaten wurden zuletzt jedoch erneut wieder Hoffnungen auf einen positiven Verlauf der Gespräche geschürt.
  • Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie ist November von 48,3 auf 48,1 Punkte leicht gesunken. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg gerechnet. Die befragten Unternehmen sind weiterhin vom laufenden Handelskonflikt verunsichert. Der Wert des Index deutet auf ein gesamtwirtschaftliches Wachstum von annualisiert 1,5 % für das vierte Schlussquartal diesen Jahres hin.
  • Die Auftragseingänge für die deutsche Industrie schrumpften im Oktober aufgrund der schwächelnden Binnennachfrage überraschend um 0,4 %. Auch hier stellt der US-Handelskrieg offensichtlich eine große Belastung für das verarbeitende Gewerbe dar. Die Aussichten bleiben vorerst verhalten. Angesichts der wirtschaftspolitischen Risiken üben deutsche Unternehmer im internationalen Geschäft Zurückhaltung bei Investitionen sowie der Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen. Vor diesem Hintergrund war die Produktionsdrosselung der heimischen Industrie im Oktober um 1,7 % keine Überraschung mehr. Damit bleiben die Befürchtungen einer drohenden Rezession und einer Verschlechterung des Arbeitsmarktes bestehen.
  • Aufgrund der wirtschaftspolitischen Unwägbarkeiten sehen wir aktuell kaum Potenzial für nennenswerte Kursanstiege.

Unternehmenstermine in dieser Woche:

09.12.2019 ./.
10.12.2019 Bayer (Investorenkonferenz zur Nachhaltigkeitsstrategie 2030), Cisco Systems (HV)               

11.12.2019

British American Tobacco (Jahresergebnis)
12.12.2019 ./.
13.12.2019 ./.             
Marktausblick Rentenmarkt

Marktausblick Rentenmarkt  09.12.2019 - 13.12.2019

Veränderungen zur Vorwoche

  06.12.2019 29.11.2019 Basispunkte
3 Monats Euribor - 0,39 - 0,40 + 1
Umlaufrendite - 0,32 - 0,37 + 5
10-Jahreszins (Deutschland) - 0,29 - 0,35 + 6

Erwartete Entwicklung (10-Jahreszins Deutschland): -0,40% - 0,00%

 

Aktuelle Situation:

  • Die amerikanische Zentralbank wird am Mittwoch bei ihrem letzten Zinsentscheid in diesem Jahr nach drei Herabsetzungen in Folge voraussichtlich keine weitere Leitzinssenkung vornehmen. Voraussetzung für einen Zinsschritt wäre ein negativer Ausblick der Fed hinsichtlich der makroökonomischen Daten, der jedoch nach dem positiven Arbeitsmarktbericht nicht zu erwarten ist. Für den November wurde mit 266.000 neuen Jobs der stärkste Stellenaufbau in den USA seit zehn Monaten vermeldet. Die Arbeitslosenquote ist von 3,6 % auf 3,5 % gesunken, und der monatliche Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne betrug erwartungsgemäß 0,2 %. Die insgesamt sehr solide Situation am Arbeitsmarkt sollte mögliche Rezessionsängste der USNotenbanker vorerst in den Hintergrund drängen.
  • Die erste EZB-Zinssitzung unter der Leitung von Christine Lagarde an diesem Donnerstag dürfte unter der Prämisse stehen Einigkeit unter den Ratsmitgliedern sowie Kontinuität in der Geldpolitik zu demonstrieren. Von einem Kurswechsel, weg von der extrem expansiven Ausrichtung, die Ex-Chef Mario Draghi der EZB mit auf den Weg gegeben hat, ist nicht auszugehen. Lagarde wird vorrangig bestrebt sein, die begonnene Debatte zur Festlegung der zukünftigen Strategie der europäischen Notenbank inklusive der Definition des Inflationsziels zu einem Ergebnis zu führen.
  • Bewegungen am Rentenmarkt des Euroraums sollten somit vor Jahresende weniger von geldpolitischen Maßnahmen ausgelöst werden, sondern sind eher im Zusammenhang mit einer Zu- oder Abnahme der wirtschaftspolitischen Risiken zu erwarten.

Wirtschaftsdaten in dieser Woche:

09.12.2019 Arbeitskostenindex (Q3), Leistungsbilanzsaldo (Okt); EU: sentix-Konjunkturindex (Dez)
10.12.2019 DE/EU: ZEW-Konjunkturerwartungen (Dez); US: Lohnstückkosten (Q3), Produktivität ex Agrar (Q3)
11.12.2019 US: Verbraucherpreise (Nov), Fed Zinsentscheid
12.12.2019 DE: Verbraucherpreise (Nov); EU: Industrieproduktion (Okt), EZB Zinsentscheid; US: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, Erzeugerpreise (Nov)
13.12.2019 US: Einfuhrpreise (Nov), Einzelhandelsumsatz (Nov), Lagerbestände (Okt))
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