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Marktausblick Aktienmarkt

Marktausblick Aktienmarkt  06.04.2020 - 10.04.2020

Veränderungen zur Vorwoche

  03.04.2020 27.03.2020 Differenz in %
DAX-Index 9.525,77 9.632,52 -1,11
Stoxx Europe 50 2.667,15 2.639,82 + 1,04
S&P 500 2.488,65 2.541,47 -2,08

Erwartete Entwicklung DAX: 8.000 - 10.000 Punkte

 

Aktuelle Situation:

  • An den Aktienmärkten war zuletzt zumindest eine Verringerung der Schwankungsbreite zu beobachten. Die historisch schwachen US-Arbeitsmarktdaten wurden von den Marktteilnehmern bereits weitgehend erwartet und führten deshalb nur zu überschaubaren Kursrückgängen. Für etwas Erleichterung sorgte die deutliche Erholung des Ölpreises.
  • In den USA streiten Demokraten und Republikaner über weitere milliardenschwere Staatshilfen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Während die Demokraten ein viertes Gesetzespaket forderten, erklärten die Republikaner, es müsse zunächst die Wirkung der jüngsten Maßnahmen abgewartet werden. Dagegen forderte Präsident Donald Trump, selbst Republikaner, als Teil eines weiteren Paketes ein lange diskutiertes Infrastruktur-Programm mit einem Volumen von zwei Billionen Dollar.
  • Klaus-Peter Naumann, der Chef des Instituts der Wirtschaftsprüfer sieht die Gefahr, dass die Maßnahmen zur Liquiditätsversorgung im Rahmen des Kreditprogramms für Corona-geschädigte Unternehmen an der Umsetzung scheitern. Die Anforderungen an die Hilfskredite könnten nur von einem Bruchteil der Unternehmen erfüllt werden.
  • Im März kam es in den USA zu einem Beschäftigungsabbau von 701.000 Stellen. Dieser monatliche Rückgang ist der achtstärkste seit Beginn der Statistik im Jahr 1939. Die Arbeitslosenquote sprang von 3,5 % auf 4,4 %. Damit werden die wirtschaftlichen Auswirkungen der staatlichen Quarantäne-Maßnahmen aufgrund des Coronavirus auf den Arbeitsmarkt sehr deutlich. Im Arbeitsmarktbericht wurde jedoch nur die Entwicklung bis ca. Mitte März gemessen. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe werden hingegen wöchentlich erhoben und erlauben einen aktuelleren Blick auf die Lage. Vor zwei Wochen wurde ein Anstiegauf 3,3 Millionen Anträge bekanntgegeben und in der Vorwoche ein Wert von gut 6,6 Millionen. Nie zuvor gab es einen Wertoberhalb von 700.000 Anträgen. Das Haushaltsbüro des US-Kongresses erwartet wegen der Coronavirus-Pandemie einenAnstieg der Arbeitslosenquote im zweiten Quartal auf mehr als zehn Prozent. In diesem Zeitraum sei auch ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um über sieben Prozent zu erwarten.
  • Die Forderung der Wirtschaft nach einem Plan für eine Beendigung des durch die Regierungen verhängten Shut down konnte bisher nicht erfüllt werden. Solange die Dauer der Pandemie offen bleibt, ist mit weiteren Kurskorrekturen zu rechnen.

Unternehmenstermine in dieser Woche:

06.04.2020 ./.
07.04.2020 ./.

08.04.2020

./.
09.04.2020 ./.                                                                                                                                                               
10.04.2020 ./.
Marktausblick Rentenmarkt

Marktausblick Rentenmarkt  06.04.2020 - 10.04.2020

Veränderungen zur Vorwoche

  03.04.2020 27.03.2020 Basispunkte
3 Monats Euribor - 0,34 -0,35 + 1
Umlaufrendite - 0,45 -0,44 -1
10-Jahreszins (Deutschland) - 0,44 -0,48 +4

Erwartete Entwicklung (10-Jahreszins Deutschland): -0,60% -  -0,30%

 

Aktuelle Situation:

  • Die Ratingagentur S&P hat Deutschlands Spitzenbewertung bestätigt. Das Land halte die Note "AAA". In der Bewertung spiegele sich der starke finanzielle Puffer wider, über den Deutschland verfüge. Die staatlichen Finanzen seien in einem guten Zustand und ermöglichten eine starke Reaktion auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Die Ratingagentur geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr in Deutschland um 1,9 % schrumpfen wird.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) ist mit umfangreichen Käufen in den Markt für kurzfristige Unternehmensanleihen eingestiegen. Gemäß den Äußerungen von EZB-Vizepräsident Luis de Guindos und EZB-Direktorin Isabel Schnabel hatte die Notenbank gleich am ersten Tag dieser Käufe die sogenannten "commercial paper" im Volumen von 1,5 Milliarden Euro erworben. Die Käufe hätten den gewünschten Effekt gehabt. Es seien wieder viele Neuemissionen solcher Anleihen auf dem Weg. Das sei ermutigend. Der Erwerb kurzlaufender Firmenbonds ist Teil des im März angekündigten neuen Krisenprogramms zum Aufkauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren, das auf ein Gesamtvolumen von 750 Milliarden Euro angelegt ist. Damit wollen die Notenbanker die ökonomischen Folgen der Pandemie eindämmen. Der Erwerb von "commercial papers" soll dazu beitragen, dass es bei den Unternehmen angesichts der Viruskrise nicht zu Finanzierungsengpässen kommt.
  • In Anbetracht der deutlich erweiterten Anleihenkäufe der EZB kommen die Renditen bonitätsstarker Anleihen, nach den Abverkäufen der Investoren zu Beginn der Coronakrise, wieder nachhaltig unter Druck.

Wirtschaftsdaten in dieser Woche:

06.04.2020 DE: Auftragseingang Industrie (Feb); EU: sentix-Konjunkturindex (Apr)
07.04.2020 DE: Nettoproduktion (Feb), EU: Videokonferenz der Euro-Gruppe; US: Konsumentenkredite (Feb)
08.04.2020 US: Fed Minutes vom 3. und 15. März 2020
09.04.2020 DE: Leistungsbilanzsaldo (Feb), Warenausfuhr / -einfuhr (Feb); EU: Zusammenfassung der EZB-Ratssitzung vom 12.03.20; US: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, Erzeugerpreise (Mrz)
10.04.2020 US: Verbraucherpreise (Mrz)
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