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Unsere Sicht auf die Märkte und Anlageklassen

Wirtschaftliches und zinspolitisches Umfeld

Stand: 17.11.2021

Unsere Sicht auf die Märkte und Anlageklassen

Wirtschaftliches und zinspolitisches Umfeld

Stand: 17.11.2021

Konjunktur

Europa

  • Die Stimmungsbarometer der Eurozonen-Unternehmen zeigen eine nachlassende Dynamik des Aufschwungs.
  • Die bestehenden Material- und Lieferengpässe könnten die Industrie noch einige Monate spürbar belasten.
  • Die Auftragslage übersteigt die Produktion deutlich und wird zukünftig für gefüllte Auftragsbücher sorgen.
  • Investoren sehen in der vierten Coronawelle eine Gefahr für die weitere Konjunkturentwicklung.
  • Die EU-Kommission erwartet für die Eurozone ein BIP-Wachstum für 2021 von 5% und für 2022 von 4,3%.

USA

  • Den USA wird in diesem Jahr ein starkes Konjunkturwachstum von 5,5 % zugetraut.
  • Präsident Joe Biden konnte ein Infrastrukturpaket im Umfang von 1 Billion USD politisch durchsetzen.
  • Der Arbeitsmarkt erholte sich zuletzt und deutet auf eine Erholung aus der Coronakrise hin.
  • Zwischen den USA und China fanden erste Gespräche zur Verbesserung der Handelsbeziehungen statt.
  • Der Einkaufsmanagerindex ISM spricht weiterhin für einen starken Optimismus in US-Firmen.

Notenbankpolitik (Zinsentwicklung)

EZB

  • Die EZB sorgt mit der Fortführung der extrem expansiven Geldpoltik für eine hohe Liquidität am Finanzmarkt.
  • Mit der auf 4,1 % gestiegenen Inflationsrate wird die EZB-Geldpoltik jedoch immer stärker in Frage gestellt.
  • Die Bedenken, die Inflation könne außer Kontrolle geraten, nehmen zu und erhöhen den Druck auf die EZB.
  • In den kommenden EZB-Zinssitzungen werden Aussagen zur Zukunft des Anleihekaufprogramms erwartet.
  • EZB-Chefin Lagarde erwartet keine Leitzinserhöhung vor 2024 und erteilte Zinsfantasien eine Absage.


Fed

  • Der Arbeitsmarkt konnte sich besser als erwartet erholen. Die Arbeitslosenquote fiel im Oktober auf 4,6%.
  • Die Fed hat eine Senkung ihres Anleihekaufprogramms um 15 Mrd. USD jeden Monat angekündigt.
  • Angesichts der auf 6,2% gestiegenen Inflationsrate wird mit einer schnelleren Straffung der Geldpolitik gerechnet.
  • Eine Anhebung der Leitzinsen durch die US-Notenbank wird noch in 2022 erwartet.


Anlageklassen    

Renten

  • Bonitätsstarke Euro-Anleihen weisen aufgrund der hohen Inflation eine deutlich negative Realverzinsung auf.
  • Im Zuge der konkreteren Pläne zur Straffung der Geldpolitik ist mit leicht steigenden Renditen zu rechnen.
  • Die bestehenden wirtschaftlichen Risiken begrenzen derzeit jedoch die Renditepotenziale am Rentenmarkt.
  • Sollten die EZB-Anleihekäufe gezielter erfolgen, kann es in einigen Anleihesparten zu Kursverlusten kommen.
  • Lediglich Anleiheemittenten aus den Schwellenländern bieten bei höheren Risiken noch spürbare Zinserträge.

Fazit: Überraschend stark gestiegene Verbraucherpreise in der Eurozone führten zu Spekulationen auf eine Straffung der EZB-Geldpolitik und damit zu steigenden Renditen. Trotz der Bestätigung die Nullzinspolitik ortzusetzen, wird der Inflationsdruck auf die EZB hoch bleiben. Wir rechnen mit leichten Kursverlusten.


Aktien

  • Wegen angehobener Gewinnprognosen haben sich europäische Aktien trotz gestiegener Kurse nicht verteuert.
  • US-Aktien profitieren weiterhin von einem starken Wirtschaftswachstum in den USA.
  • Insbesondere Aktientitel aus dem verarbeitenden Gewerbe leiden unter den Material- und Lieferengpässen.
  • Die sehr positiv ausgefallene Quartalsberichtssaison der Unternehmen verlieh den Aktien zuletzt Auftrieb.
  • Aufgrund fehlender Anlagealternativen bleiben Aktien trotz der bestehenden Marktrisiken attraktiv.

Fazit: Die veröffentlichten Geschäftszahlen der Firmen zu Q3 konnten positiv überraschen. Alarmierende Coronainzidenzen, weiter bestehende Material- und Lieferengpässe sowie die hohen Energiepreise belasten hingegen Aktien. Die fehlenden Anlagealternativen sollten den Markt jedoch auch zukünftig stützen.

Rohstoffe

  • Die Preise der Industriemetalle tendieren mit dem Abschwächen der Konjunkturdynamik seitwärts.
  • Die Energiepreise stabilisieren sich aufgrund einer Annäherung von Angebot und Nachfrage.
  • Ein starker US$ und steigende US-Renditen bieten sicherheitsorientierten Anlegern eine Alternative zu Gold.

Fazit: Aufgrund der rückläufigen Industrieproduktion, die unter den Material- und Lieferengpässen leidet, hat sich auch die Nachfrage nach Rohstoffen leicht verringert. Erst mit einem erneuten Durchstarten des verarbeitenden Gewerbes ist wieder von steigenden Rohstoffpreisen auszugehen.

Immobilien  

  • Geringe Finanzierungskosten und fehlende Anlagealternativen stützen den Immobilienmarkt.
  • Die an einigen Standorten zuletzt kräftig gestiegenen Immoblienpreise bergen zunehmend Risiken.
  • Einzelhandel, Hotels und Gastronomie könnten wegen hoher Corona-Inzidenzen erneut unter Druck kommen..

Fazit: Insgesamt bleibt die Lage am Immobilienmarkt aufgrund der geringen Finanzierungskosten stabil.


Disclaimer
Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig hallten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation getroffene Angaben dienen der Information.

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