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Marktausblick Aktienmarkt

Marktausblick Aktienmarkt 15.10.2018 - 19.10.2018

Veränderungen zur Vorwoche

  12.10.2018 05.10.2018 Differenz in %
DAX-Index 11.523,81 12.111,90 - 4,86
Stoxx Europe 50 2.900,35 3.029,67 - 4,27
S&P 500 2.767,13 2.885,57 - 4,10

Erwartete Entwicklung DAX: 11.300 - 12.000 Punkte

Aktuelle Situation:

  • Die Aktienmärkte verloren in der abgelaufenen Woche auf breiter Front deutlich. Der DAX unterschritt dabei die psychologische Marke von 12.000 Punkten und auch das Tief aus dem Juli bei 11.800 Punkten und bestätigt damit die im Juni begonnene Abwärtsbewegung.
  • Der andauernde Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die gestiegenen Zinsängste in den USA führen als Folge zu erheblichen Kursabschlägen an den internationalen Aktienbörsen. Dabei wurden diesmal auch die amerikanischen Börsen in Mitleidenschaft gezogen. Denn trotz der drohenden Konflikte und einer ambitionierten Bewertung eilten diese zuletzt noch von einem Rekord zum Nächsten.
  • Der Internationale Währungsfonds warnte vor einer Abschwächung der Weltkonjunktur und senkte seine Wachstumsprognose für die globale Wirtschaft für das laufende und das nächste Jahr um jeweils 0,2 Prozentpunkte auf je 3,7 %. Vor allem die weltweiten Handelsstreitigkeiten sorgten für dämpfende Effekte. Auch das exportstarke Deutschland bekommt die Abkühlung zu spüren. Der IWF reduzierte deshalb seine Schätzungen für 2018 und 2019 um 0,3 % beziehungsweise 0,2 % auf jeweils 1,9 %. Auch die weltweite Prognose wurde vom IWF für dieses Jahr um 0,6 % auf 4,2 % verringert. 2019 wird von einem Plus von 4 % statt bisher 4,5 % ausgegangen.
  • Gegen den Trend konnten sich die Aktien von Bayer entwickeln. Der Prozess um 250 Millionen Dollar schwere Strafen wegen des Unkrautvernichters Glyphosat soll neu aufgerollt werden. Die daraus resultierenden Strafzahlungen könnten deutlich reduziert werden.
  • In Deutschland stehen in dieser Woche die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen im Fokus. Diese dürften zwar weiter rückläufig ausfallen, sollten aber aufgrund der bisherigen Entwicklung keine große Überraschung darstellen. Angesichts der bisherigen Kursrückschläge könnte eine starke Berichtssaison eine gewisse Stabilisierung bringen. Besonderes Augenmerk wird hierbei zunächst auf den USA liegen.
  • Mit dem Zinsanstieg in den USA ist ein weiterer Belastungsfaktor für die Aktienmärkte hinzugekommen. Sollten noch weitere negative Meldungen hinzukommen, könnte dies zu einer deutlicheren Stimmungseintrübung an den Börsen führen.

Unternehmenstermine in dieser Woche:

15.10.2018 ./.                                                                                                                                                                   
16.10.2018 ./.
17.10.2018 ./.
18.10.2018 SAP (Q3)
19.10.2018 ./.
Marktausblick Rentenmarkt

Marktausblick Rentenmarkt 15.10.2018 - 19.10.2018

Veränderungen zur Vorwoche

  12.10.2018 05.10.2018 Basispunkte
3 Monats Euribor - 0,32 - 0,32 +/- 0
Umlaufrendite 0,36 0,38 - 2
10-Jahreszins (Deutschland) 0,50 0,56 - 7

Erwartete Entwicklung (10-Jahreszins Deutschland): 0,45% - 0,60%

Aktuelle Situation:

  • In der abgelaufenen Handelswoche schafften es die 10-jährigen Bunds trotz der Verwerfungen an den Aktienmärkten die Marke von 0,5 % zu halten.
  • Die Haushaltspläne der italienischen Regierungskoalition aus populistischer 5-Sterne-Bewegung und Lega sorgten für Diskussionsstoff an den Finanzmärkten. Die EU-Kommission bemängelt, dass im aktuellen Entwurf das strukturelle Defizit stärker steigen soll. Der stellvertretende Ministerpräsident Matteo Salvini betitelte daraufhin den EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker und den Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici als Feinde Europas. Das hatte einen Ausverkauf von italienischen Staatsanleihen zur Folge und trieb die Rendite der zehnjährigen Anleihen auf ein Mehrjahres-Hoch von in der Spitze 3,7 %.
  • Im Interesse der Finanzmärkte dürfte der EU-Gipfel am 18. und 19. Oktober stehen. Es wird erwartet, dass die Vertreter der Europäischen Union einen tragfähigen Plan vorlegen, wie Großbritannien die Grenze zur Republik Irland, die in der EU verbleiben wird, offenhalten wird. Dies wäre im Hinblick auf die am 29. März 2019 endende Mitgliedschaft der Briten wichtig und ein maßgeblicher Schritt in den Verhandlungen um die Modalitäten des Brexit.
  • Wichtig dürfte auch das Fed-Protokoll der letzten FOMC-Sitzung vom 25./26.09. sein. Hier werden die Marktteilnehmer angesichts der stark gestiegenen Zinsängste sehr genau auf die Formulierung der getroffenen Entscheidungen achten, um so einen Blick auf den weiteren Zinspfad zu gewinnen. US-Präsident Donald Trump hat vor den Kongresswahlen die Notenbank bereits mehrfach kritisiert und befürchtet nach dem jüngsten Kursverfall an den Börsen weiteres Unheil für die Wall Street.
  • Bis Jahresende könnten sich die deutschen Renditen, in Abhängigkeit der aktuellen Konflikte, noch etwas erhöhen.

Wirtschaftsdaten in dieser Woche:

15.10.2018 ./.
16.10.2018 DE: ZEW-Konjunkturerwartungen; US: Industrieproduktion; US: Industrieaufträge
17.10.2018 EU: Verbraucherpreise
18.10.2018 US: Philapdelphia
19.10.2018 ./.
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