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Marktausblick Aktienmarkt

Marktausblick Aktienmarkt 14.08.2017 - 18.08.2017

Veränderungen zur Vorwoche

  11.08.2017 04.08.2017 Differenz in %
DAX-Index 12.014,06 12.297,72     - 2,31
Stoxx Europe 50 3.030,83 3.122,32     - 2,93
S&P 500 2.441,32 2.476,83
    - 1,43

Erwartete Entwicklung DAX: 11.700 - 12.300 Punkte

Aktuelle Situation:

  • Aufgrund der verbal immer stärker zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea, kam es in der vergangenen Woche zu Kursverlusten an den Aktienmärkten. Mit der Warnung: "Die Vereinigten Staaten würden auf weitere Provokationen Pjöngjangs mit Feuer, Zorn und Macht begegnen, wie sie die Welt niemals zuvor gesehen hat." heizte Präsident Donald Trump die bereits seit einiger Zeit schwelende Auseinandersetzung noch weiter an. Die Reaktion Nordkoreas kam prompt mit der Androhung eines Raketenangriffs auf den US-Militärstützpunkt der Pazifikinsel Guam. Investoren reduzierten daraufhin ihre Risiken und fragten verstärkt sichere Anlagen nach. Der DAX fiel unter die Marke von 12.000 und bestätigte damit den Abwärtstrend seit Juni diesen Jahres. Auch der führende US-Index Dow Jones Industrial konnte seinen Rekordstand von 22.177 Punkten nicht halten und fiel deutlich unter 22.000 Zähler.
  • Gemäß den vorläufigen Daten des Statistikamts Destatis produzierte die deutsche Industrie im Juni 1,1 % weniger als im Vormonat. Erwartet wurde lediglich ein Rückgang von 0,1%. Insbesondere wegen der zuletzt sehr guten Auftragslage und niedriger Lagerbestände vermuten Analysten in dieser Abschwächung noch keine Trendwende und rechnen zukünftig wieder mit steigenden Produktionszahlen.
  • Der deutsche Außenhandel präsentierte sich schwach wie schon lange nicht mehr. Im Juni fielen die Exporte überraschend um 2,8 % im Vergleich zum Vormonat zurück. Angesichts des sich erholenden Welthandels gehen die Experten allerdings auch hier noch immer von einer intakten übergeordneten Aufwärtsbewegung aus.
  • Die bisher euphorische Stimmung an den Börsen beginnt leicht zu bröckeln und sich zu normalisieren. Der Sentix-Konjunkturindex gab um 0,6 auf 27,7 Punkte nach. Somit bewerten Finanzmarktexperten die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone leicht pessimistischer.
  • Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich nun sehr stark auf die weiteren Äußerungen der beiden politischen Konfliktparteien USA und Nordkorea. Erst mit einer Deeskalierung der Situation sollten die Aktienmärkte, angesichts der ansonsten positiven Rahmendaten, wieder zu einer Erholung ansetzen können. Wir gehen davon aus, dass die Investoren vorerst noch in Deckung gehen und die Aktienkurse unter Druck bleiben.

Unternehmenstermine in dieser Woche:

14.08.2017 RWE (1.HJ)
15.08.2017 Home Depot (Q2)                                                                                                                     
16.08.2017 Cisco Systems (Q4), Deutsche Lufthansa (Verkehrszahlen Juli), E.ON (Q2), Munich Re (Q2), Novo Nordisk (Q2)
17.08.2017 Wal-Mart Stores (Q2)
18.08.2017 ./.
Marktausblick Rentenmarkt

Marktausblick Rentenmarkt 14.08.2017 - 18.08.2017

Veränderungen zur Vorwoche

  11.08.2017 04.08.2017 Basispunkte
3 Monats Euribor  - 0,33  - 0,33 +/- 0
Umlaufrendite    0,16     0,22 - 6
10-Jahreszins (Deutschland)    0,31      0,42 - 11

Erwartete Entwicklung (10-Jahreszins Deutschland): 0,30% - 0,45%

Aktuelle Situation:

  • Die Kriegsdrohungen zwischen Nordkorea und den USA verunsicherten die Marktteilnehmer. Anleger flüchteten in sichere Anlagehäfen. Neben einem Anstieg des Goldpreises auf fast 1.290 USD pro Unze, legten auch die Kurse deutscher Staatsanleihen zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe verlor deutlich und bewegt sich inzwischen unter 0,4%.
  • Die US-Notenbanker sorgen sich um die niedrige Inflationsrate. Die Kernrate liegt mit aktuell 1,5 % deutlich unter dem Ziel der Fed von 2 %, die sich aufgrund dessen vorerst mit Zinserhöhungen zurückhalten könnte. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Leitzinsanhebung im laufenden Jahr wird inzwischen von Analysten deutlich geringer eingestuft. Im Fokus des Offenmarktausschusses bleibt nach dem positiven Arbeitsmarktbericht die Reduzierung der Notenbankbilanz über den Abverkauf von Anleihen. Mit Details zu den geplanten Transaktionen wird im Rahmen der Zinssitzung der Fed im September gerechnet.
  • Eine Reuters-Umfrage unter fünfzig Volkswirten hatte eine 75 %ige Befürwortung einer Reduzierung des laufenden Anleihenkaufprogramms der EZB ergeben. Im Gegensatz zu den Notenbankern sehen die Ökonomen keinen Hinderungsgrund in der auch für 2018 lediglich mit 1,4 % prognostizierten Teuerung. Herausfordernd könnte sich der starke Euro erweisen, der sich aufgrund der Verbilligung von Importen noch zusätzlich belastend auf die bereits schwächelnde Inflationsrate auswirkt. Für die EZB wird es sich somit schwierig gestalten ihre Zielrate von annähernd 2% mit einer Beibehaltung ihrer extrem expansiven Geldpolitik zu erreichen, zumal das Kaufprogram im kommenden Jahr an die selbst auferlegten Grenzen stoßen sollte.
  • Vorerst werden die geopolitischen Risiken für höhere Kurse bei bonitätsstarken Anleihen sorgen. Renditesteigernde Impulse seitens der EZB erwarten wir frühestens in der kommenden Zinssitzung am 07. September.

Wirtschaftsdaten in dieser Woche:

14.08.2017 EU: Industrieproduktion (Jul); US: Konsumentenkredite (Jun)
15.08.2017 DE: BIP (Q2); US: Importpreise (Jul), Empire State Index (Aug), Einzelhandelsumsatz (Jul), NAHB Wohnungsmarktindex (Aug), Lagerbestände (Jun)
16.08.2017 EU: BIP (Q2); US: Baubeginne (Jul), Baugenehmigungen (Jul), Fed-Protokoll (Sitzung vom 25./26. Juli)
17.08.2017 EU: Handelsbilanz (Jun), Verbraucherpreise (Jul), EZB-Protokoll (Sitzung 20. Juli); US: Industrieproduktion (Jul), Erstanträge Arbeitslosenhilfe, Frühindikator (Juli), Philly-Fed-Index (Aug), Kapazitätsauslastung (Jul)
18.08.2017 DE: Produzentenpreise (Jul); EU: EZB-Leistungsbilanz (Jun); US: Verbrauchervertrauen Uni-Michigan (Aug)
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