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Marktausblick Aktienmarkt

Marktausblick Aktienmarkt 16.07.2018 - 20.07.2018

Veränderungen zur Vorwoche

  13.07.2018 06.07.2018 Differenz in %
DAX-Index 12.540,73 12.496,17 0,36%
Stoxx Europe 50 3.089,37 3.072,55 0,55%
S&P 500 2.801,31 2.759,82 1,50%

Erwartete Entwicklung DAX: 12.000 - 12.800 Punkte

Aktuelle Situation:

  • Die US-Regierung verschärft die Situation im Handelskonflikt mit China. Kurz nach Einführung der Importzölle in Höhe von 25 % auf Güter aus China in einem Gegenwert von 34 Mrd. USD, legte US-Präsident Donald Trump nach. Nun sollen Ende August zusätzliche Waren aus dem Reich der Mitte mit einem Handelsvolumen von 200 Mrd. USD mit Zöllen in Höhe von 10 % belegt werden. China zeigte sich schockiert und kritisierte die US-Pläne als inakzeptabel. Die Fronten scheinen aktuell verhärtet und die Verhandlungen zwischen den USA und China weitgehend zum Erliegen gekommen zu sein.
  • Unter dem Eindruck des sich verschärfenden Handelskriegs hat sich die Stimmung unter den Analysten und institutionellen Investoren stark getrübt. Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Deutschland verlor im Juli deutlich. Die Konjunkturerwartung für die kommenden sechs Monate fiel um 8,6 auf einen Wert von -24,7 Punkte, weit unter den historischen Durchschnitt. Auch die bisher sehr positiv bewertete wirtschaftliche Lage büßte 8,2 Zähler ein auf einen Stand von 72,4. Ähnlich negativ entwickelte sich das Stimmungsbarometer für die Eurozone. Der schwächere ZEW-Index lässt auf eine Zurückhaltung der Anleger vor dem Hintergrund der Marktunsicherheiten schließen.
  • Die Industrie in der Eurozone konnte im Mai mit einer Produktionssteigerung von 1,3% gegenüber dem Vormonat positiv überraschen. Es überzeugten jedoch nicht alle Länder. Enttäuschende Daten kamen aus Frankreich und Portugal. In diesen beiden Staaten kam es sogar zu einer Drosselung der Produktion. Nach der bisher rückläufigen Entwicklung in 2018 waren die Nachrichten ermutigend. Sie deuten auf eine Stabilisierung der Konjunktur mit moderaten Wachstumsraten hin.
  • Die Europäische Kommission sorgt sich angesichts der durch die US-Regierung getriebenen Verschärfung des Handelsstreits um die die Konjunktur der Eurozone. Das ungünstige außenpolitische Umfeld aufgrund der zunehmenden handelspolitischen Spannungen veranlasst die Kommission, ihre Prognosen für das BIP-Wachstum von zuvor 2,3 % auf 2,1 % zu senken. Eine weitere Ausweitung der protektionistischen Maßnahmen ist in die Schätzung allerdings noch nicht mit einbezogen.
  • Die Abwärtsrisiken bleiben den Aktienmärkten erhalten. Die robusten Wirtschaftsdaten sollten die Seitwärtsbewegung jedoch vorerst unterstützen.

Unternehmenstermine in dieser Woche:

16.07.2018 ./.
17.07.2018 Rio Tinto (Q2), UnitedHealth (Q2), Johnson & Johnson (Q2), Goldman Sachs (Q2)
18.07.2018 Novartis (Q2), American Express (Q2), IBM (Q2)
19.07.2018 ABB (Q2), SAP (Q2), Unilever (HJ), Microsoft (Q4)
20.07.2018 General Electric (Q2)          
Marktausblick Rentenmarkt

Marktausblick Rentenmarkt 16.07.2018 - 20.07.2018

Veränderungen zur Vorwoche

  13.07.2018 06.07.2018 Basispunkte
3 Monats Euribor - 0,32 - 0,32 +/- 0
Umlaufrendite 0,15 0,17 -2
10-Jahreszins (Deutschland) 0,28 0,29 -1

Erwartete Entwicklung (10-Jahreszins Deutschland): 0,25% - 0,40%

Aktuelle Situation:

  • Gemäß der jüngsten Veröffentlichung liegen die US-Verbraucherpreise mit einem Anstieg im Juni auf 2,9 % deutlich über der Zielmarke der Fed von 2 %. Diese Entwicklung resultiert insbesondere aus den zuletzt stark zulegenden Energiepreisen. Die Kernrate wuchs demzufolge etwas schwächer auf 2,3 %. Angesichts der niedrigen Arbeitslosenquote in Verbindung mit einer geringeren Steuerbelastung der Verbraucher hatten Analysten die steigenden Preise infolge einer höheren Konsumnachfrage bereits schon früher erwartet. Nun spricht vieles für zwei weitere Leitzinserhöhungen der US-Notenbank in 2018 um demerhöhten Preisdruck zu begegnen.
  • Im Protokoll der Zinssitzung von Mitte Juni wollte sich der EZB-Rat hinsichtlich des Ausblicks zu den möglichen Zinsschritten noch nicht festlegen. Die Formulierung, dass die Geldmarktzinssätze mindestens über den Sommer 2019 hinaus nicht angetastet würden, lässt der EZB Raum für situatives Handeln je nach Lage an den Finanzmärkten. Letztendlich wurde auch die geplante Beendigung des laufenden Anleihenkaufprogramms zum Ende diesen Jahres von den Einschätzungen zum weiteren Verlauf der Inflationsrate abhängig gemacht, womit auch hier grundsätzlich Spielraum für eine Verlängerung besteht. Im Hinblick auf den soliden Konjunkturverlauf in der Eurozone ist der allgemeine Druck auf die EZB allerdings sehr hoch, die aktuell extrem expansive Geldpolitik aufzugeben. Somit wird eine Einstellung der Anleihenkäufe als wahrscheinlich erachtet.
  • Wir gehen auf Sicht der kommenden Monate von lediglich moderaten Renditeanstiegen bei mittel- bis langfristigen Laufzeiten der Euroanleihen aus. Eine Entspannung im Handelskrieg sollte zu einer Umschichtung hin zu risikoreicheren und ertragsstärkeren Anleihen führen.

Wirtschaftsdaten in dieser Woche:

16.07.2018 EU: Handelsbilanzsaldo (Mai); US: Einzelhandelsumsatz (Jun), Empire State Index (Jul), Lagebestände (Mai)
17.07.2018 US: Kapazitätsausweitung (Jun), Industrieproduktion (Jun), NAHB-Index (Jul)
18.07.2018 EU: Verbraucherpreise endgültig (Jun); US: Wohnungsbaubeginne (Jun), Fed Beige Book; Baugenehmigungen (Jun)
19.07.2018 US: Philly Fed Index, Erstanträge Arbeitslosenhilfe, Frühindikatoren (Jun)
20.07.2018 DE: Erzeugerpreise (Jun); Leistungsbilanzsaldo (Mai)
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