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Marktausblick Aktienmarkt

Marktausblick Aktienmarkt 16.10.2017 - 20.10.2017

Veränderungen zur Vorwoche

  13.10.2017 06.10.2017 Differenz in %
DAX-Index 12.991,87 12.955,94    + 0,28
Stoxx Europe 50 3.199,76 3.189,97    + 0,31
S&P 500 2.553,17 2.549,33    + 0,15

Erwartete Entwicklung DAX: 12.800 - 13.200 Punkte

Aktuelle Situation: 

  • Nach einigen Anläufen hat der DAX in der vergangenen Woche erstmals die 13.000 Punkte übersprungen. Eine Euphorie nach dem Überschreiten dieser psychologisch wichtigen Marke wollte allerdings nicht aufkommen. Anleger übten noch Zurückhaltung angesichts der fortwährenden geopolitischen Krisen. In den Fokus der Analysten rückt nun die beginnende Quartalsberichtssaison der Unternehmen. Sollten die Gewinne der Firmen über den Erwartungen ausfallen, könnte der Aufschwung an den Aktienmärkten noch weitere Nahrung finden. Die ersten Ergebnisse aus dem US-Finanzsektor fielenrecht ermutigend aus.
  • Die realen Wirtschaftsdaten aus dem August bestätigten die zuletzt guten Stimmungsindikatoren. Der kräftige Anstieg der Auftragseingänge für die deutsche Industrie mit 3,6 % gegenüber dem Vormonat lieferte den Auftakt für den überraschend deutlichen Produktionszuwachs von 2,6 %. Aufgrund der Werksferien (vor allem in der Automobilindustrie), die in diesem Jahr verstärkt in den Juli fielen, relativierten Volkswirte jedoch das Ergebnis. Dieser Sondereffekt lässt schwächere Zahlen der Industrieproduktion im September befürchten. Auch das deutliche Exportplus von 3,1 % im Vergleich zum Vorjahr reiht sich nahtlos in die guten deutschen Konjunkturdaten ein. Insbesondere die Auslieferungen in die Eurozone konnten mit einem Zuwachs von 10,6 % überzeugen.
  • Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Weltwirtschaft im laufenden sowie im nächsten Jahr schneller wachsen als bisher angenommen. Für 2017 prognostiziert der IWF eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes um 3,6 % und für 2018 um 3,7 %. Risiken sieht der IWF für China in der starken Kreditexpansion und für die USA in der ungewissen Steuerreform. In seinem Bericht zur globalen Finanzstabilität warnt der IWF eindringlich vor einer zu hohen Verschuldung, nicht nur im staatlichen sondern auch im privaten Sektor. Das weltweit niedrige Zinsniveau, ausgelöst durch die expansive Geldpolitik der Notenbanken, ermutige Investoren zur Aufnahme von Krediten sowie auch der Inkaufnahme höherer Risiken.
  • Die schwelenden geopolitischen Risiken verhindern zur Zeit die Fortsetzung des Aufschwungs an den europäischen Aktienmärkten. Gute Unternehmensdaten könnten den Börsen begrenzt neuen Schwung verleihen.

Unternehmenstermine in dieser Woche:

16.10.2017 Rio Tinto (Operation Report Q3)                                           
17.10.2017 Danone (Umsatz Q3), IBM (Q3), Johnson & Johnson (Q3), Unitedhealth (Q3)
18.10.2017 American Express (Q3)
19.10.2017 Nestlé (Umsatz 9 Monate), Roche (Umsatz 9 Monate), SAP (Q3), Unilever (Q3), Verizon (Q3)
20.10.2017 ./.
Marktausblick Rentenmarkt

Marktausblick Rentenmarkt 16.10.2017 - 20.10.2017

Veränderungen zur Vorwoche

  13.10.2017 06.10.2017 Basispunkte
3 Monats Euribor   - 0,33 - 0,33 +/- 0
Umlaufrendite    0,23 0,28 - 5
10-Jahreszins (Deutschland)    0,40 0,46 - 6

Erwartete Entwicklung (10-Jahreszins Deutschland): 0,35% - 0,50%

Aktuelle Situation:

  • Die US-Notenbanker diskutierten während der Zinssitzung im September intensiv über die weitere Entwicklung der Inflationsrate. Die möglicherweise noch für eine längere Zeit auf niedrigem Niveau verharrende Teuerung bereitet der Fed zunehmend Sorgen. Somit ist bei der zu erwartenden weiteren Straffung der Geldpolitik mit einem behutsamen Vorgehen der Fed zu rechnen. Die Veränderung der Verbraucherpreise wird die US-Notenbank jedoch genau im Blick behalten. Trotzdem hielten viele Mitglieder des Offenmarktausschusses eine weitere Leitzinsanhebung noch im laufenden Jahr für gerechtfertigt.
  • In der Sitzung des EZB-Rates im September wurde bekräftigt, dass der Leitzins sowie auch der Einlagenzins "weit über die Zeit des laufenden Anleihenkaufprogramms hinaus" auf dem aktuellen Niveau gehalten werden sollen. EZB-Präsident Draghi betonte nun jüngst: "Das 'weit über die Zeit' ist sehr, sehr wichtig, um Zinserwartungen zu verankern". Damit bestätigt Draghi die Absicht, auch nach einem zukünftigen Einstellen der Anleihenkäufe durch die EZB, den Schlüsselzins vorerst nicht anzuheben. EZB-Chefvolkswirt Peter Praet begründete die geldpolitischen Pläne Draghis mit der zuletzt stark schwankenden Inflationsrate und dem schwachen Preisdruck. Er sieht die Euro-Notenbank beim Thema Inflation noch nicht am Ziel. Aus Gründen der Finanzstabilität und der Vermeidung von Spekulationsblasen plädiert EZB-Direktor Coeure für die Reduzierung des laufenden Anleihenkaufprogramms der Notenbank. Details hierzu werden in der Zinssitzung am 26. Oktober erwartet.
  • Die angedachten geldpolitischen Maßnahmen der EZB werden das aktuelle Zinsniveau im Euroraum voraussichtlich nicht nennenswert beeinflussen. Wir rechnen weiterhin mit stagnierenden Renditen.

Wirtschaftsdaten in dieser Woche:

16.10.2017 EU: Handelsbilanz (Aug), Empire State Produktionsindikator (Okt)
17.10.2017 DE: ZEW-Konjunkturerwartungen (Okt); EU: Verbraucherpreise (Sep); US: Importpreise (Sep), Industrieproduktion (Sep), Kapazitätsauslastung (Sep), NAHB-Wohnungsmarktindex (Okt)
18.10.2017 US: Baubeginne (Sep), Baugenehmigungen (Sep), Fed Beige Book
19.10.2017 US: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, Frühindikator (Sep), Philly-Fed-Index (Okt)
20.10.2017 DE: Erzeugerpreise (Sep); EU: Leistungsbilanz (Aug); US: Wiederverkäufe Häuser (Sep)
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