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Marktausblick Aktienmarkt

Marktausblick Aktienmarkt 12.11.2018 - 16.11.2018

Veränderungen zur Vorwoche

  09.11.2018 02.11.2018 Differenz in %
DAX-Index 11.529,16 11.518,99 + 0,09
Stoxx Europe 50 2.974,39 2.945,55 + 0,98
S&P 500 2.781,01 2.723,06 + 2,13

Erwartete Entwicklung DAX: 10.800 - 11.800 Punkte

Aktuelle Situation:

  • Der von den Marktteilnehmern positiv aufgenommene Ausgang der US-Wahl ist an den Aktienbörsen bereits verpufft. Die Furcht vor steigenden Zinsen in den USA sowie negative Unternehmensmitteilungen verdarben die Stimmung zum Ende der vergangenen Woche. Der DAX konnte seine Erholung nicht fortsetzen und stagniert bei gut 11.500 Punkten.
  • Trotz des Verlustes der republikanischen Mehrheit im US-Repräsentantenhaus könnte Präsident Donald Trump seine aggressive Außenpolitik, insbesondere im Handelsstreit mit China, weiter fortsetzen. Die Notwendigkeit nun auf Kompromisse mit den Demokraten angewiesen zu sein wird eher innenpolitische Themen, wie beispielsweise die Einführung neuer Gesetze oder die Steuerpolitik, beeinflussen. Von einer Entspannung der Handelbeziehung mit Peking, als Folge der Resultate aus der jüngsten US-Wahl, ist somit nicht auszugehen.
  • Die Wirtschaftsweisen haben ihre Schätzungen für das deutsche Bruttoinlandsprodukt gesenkt. Sie prognostizieren für das laufende Jahr ein Wachstum von 1,6 % und für 2019 lediglich noch 1,5 %. Der bisher deutlich optimistischere Ausblick wurde durch die von der US-Regierung getriebene protektionistische Handelspolitik sowie den noch immer ungeregelten Brexit getrübt. Aufgrund der geringen Arbeitslosigkeit stützen das robuste Konsumverhalten der privaten Haushalte sowie die steigenden staatliche Aufträge basierend auf dem hohen Steuereinnahmen die Binnennachfrage und damit den heimischen Aufschwung. Auch die EU-Kommission sieht in den zunehmenden Handelshürden und den Problemen in verschiedenen Schwellenländern Belastungsfaktoren für die zukünftige Konjunkturentwicklung. Sie geht in den veröffentlichten Herbstprojektionen für 2018 von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in der Eurozone von 2,1 % und im folgenden Jahr von 1,9 % aus.
  • Die chinesischen Exporte konnten im Oktober trotz des Handelsstreits mit den USA überraschend kräftig gesteigert werden. Der Zuwachs im Jahresvergleich betrug 15,6 %. Das gute Ergebnis wurde mit Vorzieheffekten wegen drohender US-Zölle begründet.
  • Die geplanten Gespräche hinsichtlich einer Lösung des Handelsstreits zwischen den USA und China konnten die Sorgen der Investoren nicht zerstreuen. Die Befürchtungen einer Abschwächung der globalen Konjunktur stehen derzeit im Vordergrund.

Unternehmenstermine in dieser Woche:

12.11.2018 Infineon (Bilanz-PK)
13.11.2018 Bayer (Q3), Home Depot (Q3), Vodafone (Q2)
14.11.2018 Cisco Systems (Q3), E.ON (Q3), Linde (Q3), Merck KGaA (Q3), ProSiebenSat.1 (Kapitalmarkttag), Wirecard (Q3)
15.11.2018 Henkel (Q3), K+S (Q3), Vivendi (Umsatz Q3), Wal-Mart (Q3)
16.11.2018 ./.
Marktausblick Rentenmarkt

Marktausblick Rentenmarkt 12.11.2018 - 16.11.2018

Veränderungen zur Vorwoche

  09.11.2018 02.11.2018 Basispunkte
3 Monats Euribor - 0,32 - 0,32 +/- 0
Umlaufrendite 0,27 0,27 +/- 0
10-Jahreszins (Deutschland) 0,41 0,44 - 3

Erwartete Entwicklung (10-Jahreszins Deutschland): 0,30% - 0,50%

Aktuelle Situation:

  • Wie erwartet hat die US-Notenbank im Rahmen ihrer Zinssitzung die Leitzinsen unverändert in einer Spanne von 2,0 % bis 2,25 % belassen. In ihrem Statement bestätigte die Fed der US-Wirtschaft weiterhin ein starkes Wirtschaftswachstum. Damit wird die vierte Leitzinserhöhung in 2018 im Dezember als sehr wahrscheinlich angesehen. Für 2019 hatten die US-Notenbanker drei weitere Zinsschritte angekündigt.
  • Die Veröffentlichung der Verbraucherpreise für die Eurozone in dieser Woche dürfte wenig Überraschung bringen. Die Gesamtinflationsrate sollte nach wie vor um ca. 2 % liegen. Höhere Ölförderquoten, die den Ölpreis zuletzt deutlich fallen ließen, sowie eine sich leicht abschwächende globale Nachfrage werden jedoch den Anstieg bremsen. Die Kernrate, ohne Berücksichtigung der Energie- und Lebensmittelpreise, liegt aktuell mit ca. 1,3 % noch deutlich unter der Zielmarke der EZB von annähernd 2 %. Vor diesem Hintergrund wird die EZB nicht in Handlungsdruck geraten, die Geldpolitik merklich zu straffen und von ihrer angekündigten Linie abzuweichen.
  • Die Regierung in Rom zeigt nach der Kritik der EU-Kommission am verabschiedeten italienischen Haushalt keine Kompromissbereitschaft. Nun droht EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici Italien mit Sanktionen. Eine Eskalation dieser Auseinandersetzung würde das Vertrauen in den Finanzmarkt Eurozone und dessen Zusammenhalt gefährden.
  • Die Unsicherheiten, die durch den italienischen Haushalt ausgelöst wurden, wirkten sich nicht auf die Bundesanleihen aus. Die Kurse der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen haben sich im Wochenvergleich kaum verändert.

Wirtschaftsdaten in dieser Woche:

12.11.2018 ./.
13.11.2018 DE: Verbraucherpreise (Okt), ZEW-Konjunkturlage / -erwartungen (Nov); EU: ZEW-Konjunkturerwartungen (Nov)
14.11.2018 DE/EU: BIP (Q3); EU: Industrieproduktion (Sep); US: Verbraucherpreise (Okt)
15.11.2018 EU: Handelsbilanzsaldo (Sep); US: Einfuhrpreise (Okt), Einzelhandelsumsatz (Okt), Empire State Produktionsindikator (Nov), Erstanträge Arbeitslosenhilfe, Philly-Fed-Index (Nov), Lagerbestände (Sep)
16.11.2018 EU: Verbraucherpreise (Okt); USA: Industrieproduktion (Okt), Kapazitätsauslastung (Okt)
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