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Deka Konjunktur-Kommentar

Der Konjunktur-Kommentar von Dr. Ulrich Kater*

 

Beim Blick auf die Rendite 10jähriger Bundesanleihen sah man zuletzt einen Sprung, von dem man seinen Enkelkindern noch erzählen kann. Der scharfe Rücksetzer stellt die zeitgleiche Korrektur am deutschen Aktienmarkt sogar noch in den Schatten. Die heftigen Kursrückgänge bei Bundesanleihen haben die Märkte aufgerüttelt, schließlich handelt es sich ja um eine „sichere“ Anlagekasse, da führen panikartige Verkaufsattacken verständlicherweise zu tiefer Verunsicherung. Für Anleger am Aktienmarkt ist eine derartige Marktbewegung, wie wir sie in den vergangenen Wochen erlebt haben, nichts Ungewöhnliches. Für uns ist der starke Kursverfall bei Bundesanleihen in den vergangenen Wochen auch nicht der Beginn einer anhaltenden und geradlinigen Zinswende. Indes dürften wir die Tiefststände in den Renditen zunächst einmal gesehen haben. Welche Chancen und Risiken ergeben sich aus der neuen Situation für Anleger an Wertpapiermärkten?

Die Antwort auf diese Frage hängt mit den Ursachen für die Marktkorrektur zusammen. Sähe die makroökonomische Welt heute wesentlich anders aus als Mitte April, dann würden veränderte Marktprognosen auch eine neue Allokation bei der Geldanlage nach sich ziehen. Indes hat sich die Welt nicht grundsätzlich verändert. So bleibt es unserer Einschätzung nach bei mäßiger und erst im Jahresverlauf allmählich wieder zunehmender weltwirtschaftlicher Dynamik, bei sehr moderaten Inflationsraten und bei expansiv wirkenden Notenbanken.

So qualifizieren wir die jüngsten heftigen Marktbewegungen auch als Korrektur auf übertrieben freundliche Rentenmärkte seit die EZB ihr Anleiheankaufprogramm angekündigt hatte und es seit März konsequent durchführt. Da in diesem Umfeld echte Käufer rar wurden, kann in einer solchen Situation bereits eine zunächst kleine Welle von Gewinnmitnahme-Verkäufen recht schnell wesentlich größere Folgeverkäufe nach sich ziehen, die auf einen ausgetrockneten Markt treffen und damit starke Kursbewegungen auslösen. Ist eine derartige Welle erst einmal am Rollen, brechen technische Unterstützungen und lösen weitere Verkäufe aus.

Es ist zu früh, diese Korrekturphase für beendet zu erklären. So sind die Marktakteure wegen der anstehenden Leitzinswende in den USA nach wie vor sehr nervös. Auch braucht es wieder freundlichere Konjunkturindikatoren, um Sorgen über ein Abrutschen der weltwirtschaftlichen Aktivität zu zerstreuen. Überdies dürfte die aktuelle Zuspitzung bei den Diskussionen um die Zahlungsfähigkeit Griechenlands ihr Scherflein dazu beitragen, dass die Volatilität an den Finanzmärkten zunächst noch hoch bleibt. Mit einem ruhigeren Blick Richtung Jahresende 2015 bleiben wir freilich dabei, dass die Anlageklasse Aktie die besten Ertragsperspektiven bietet.


* Der Autor, Dr. Ulrich Kater, ist Chefvolkswirt der DekaBank

 

 

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