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Deka Konjunktur-Kommentar

Der Konjunktur-Kommentar von Dr. Ulrich Kater*


Es läuft!  Nach den ersten unfassbar hektischen drei Monaten (Aufhebung des Mindestkurses beim Schweizer Franken, Griechenland-Wahl, Start des EZB-Anleihekaufprogramms) bot die Osterzeit die Chance zur Besinnung. Die nunmehr jahrelange Beschäftigung mit vielfältigen Krisenthemen hat ermüdet, bisweilen auch abgestumpft. Es ist ein Moment des Durchatmens gekommen: Die Zeitumstellung ist geschafft, der Frühling hält Einzug, die Weltwirtschaft expandiert, und die Kapitalmärkte entwickeln sich freundlich. Kurzum: Es läuft!


Bitte nicht falsch verstehen, es läuft nicht überragend gut, aber eben auch nicht wirklich schlecht. Es läuft einfach weiter - einigermaßen ordentlich und mit gemächlichem Tempo. Wie ein Marathon erscheint der lange Weg der Bewältigung der Euro-Staatsschuldenkrise. Auch beim Läufer gibt es bekanntlich immer wieder kleine Schwächephasen, zwischenzeitliche Seitenstiche oder kurzzeitige Zweifel, ob er das Ziel noch erreichen wird.


Die Europäische Zentralbank ist mit dem Verlauf der ersten Wochen ihres Anleihekaufprogramms zufrieden. Sie hat plangemäß kaufen können, die Bundrenditen sind noch ein kleines Stück gesunken, die Anleihen der Euroland-Peripherie entwickelten sich überdurchschnittlich gut und die Aktienmärkte reagierten erwartungsgemäß freundlich. Es gab keine extremen Marktbewegungen, aber die Tendenz passte der EZB gut ins Konzept. Zudem lassen die Konjunkturdaten aus Euroland zaghaften Optimismus aufkeimen. Das ifo Geschäftsklima in Deutschland verbesserte sich zum fünften Mal in Folge, und auch in den anderen Euroländern stieg die Zuversicht bei den Unternehmensbefragungen spürbar.


Für Griechenland zeichnet sich ab, dass die anstehenden Kreditrückzahlungen erfolgen werden. Bis zum nächsten großen Stolperstein, dem notwendigen dritten Hilfsprogramm zur Jahresmitte, geht noch etwas Zeit ins Land. Bis dahin läuft es. Ob dann der berüchtigte Hungerast des Läufers für Euroland kommt, bleibt abzuwarten.

Die amerikanische Notenbank Fed ringt mit sich und den Märkten um den Zeitpunkt der ersten Zinserhöhung. Wir halten am Juni fest, wohl wissend, dass die Entscheidung datenabhängig getroffen werden wird. Noch wird die Fed nicht getrieben von akuten Inflationsgefahren. Das eröffnet Spielraum für einen graduellen Zinserhöhungspfad.

Insgesamt lässt das aktuelle weltwirtschaftliche Geschehen die Börsen weiter steigen. Hier wäre es durchaus gesund, zwischendurch etwas Tempo herauszunehmen bzw. zu korrigieren. Unabhängig davon, ob es zu dieser Korrektur kommt, sehen wir den DAX in zwölf Monaten auf einem höheren Niveau als heute und raten zu einer Übergewichtung von Aktien. Denn wenn es mal läuft, dann läuft‘s.

 

* Der Autor, Dr. Ulrich Kater, ist Chefvolkswirt der DekaBank

 

 

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