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Unsere Sicht auf die Märkte und Anlageklassen

Wirtschaftliches und zinspolitisches Umfeld

Stand: 26.07.2022

Unsere Sicht auf die Märkte und Anlageklassen

Wirtschaftliches und zinspolitisches Umfeld

Stand: 26.07.2022

Konjunktur

Europa

  • Das vorherrschende belastende Thema ist das mögliche Ausbleiben der russischen Gaslieferungen nach Europa.
  • Mit Rücknahmen von Corona-Lockdowns in China scheinen sich die Lieferkettenprobleme etwas zu entspannen.
  • Das aufgrund der hohen Inflation sinkende Realeinkommen belastet das Konsumverhalten der Verbraucher.
  • Die gestiegenen Zinsen führen zu einer Verteuerung und damit zu einem Rückgang von Firmen-Investitionen.
  • Derzeit sehen Analysten für das kommende Jahr nur noch ein BIP-Wachstum von gut 1% in der Eurozone.

USA

  • Der für die Wirtschaft wichtige Häusermarkt kommt angesichts steigender Hypothekenzinsen stark unter Druck.
  • Der letzte Arbeitsmarktbericht zeigt eine Vollbeschäftigung und die derzeit robuste Verfassung der Wirtschaft.
  • Die sehr hohe Inflation drückt die Verbraucherstimmung auf ein niedriges Niveau und belastet die Konjunktur.
  • Der IWF senkt seine Prognosen für das BIP-Wachstum des laufenden Jahres von 2,9% auf 2,3%.
  • Analysten sehen wegen der drastischen Zinsanhebungen der Fed Rezessionsrisiken für das kommende Jahr.

Notenbankpolitik (Zinsentwicklung)

EZB

  • Mit einer starken Verteuerung der Energie- und Lebensmittelpreise ist die Inflationsrate auf 8,6% gestiegen.
  • Mit der Zinsanhebung von 0,5% hat die EZB die geforderte Entschlossenheit gezeigt die Inflation einzudämmen.
  • Wegen der hohen Verbraucherpreise plant die EZB noch weitere Leitzinsanhebungen bis Ende diesen Jahres.
  • Mittels des Instruments "TPI" beabsichtigt die EZB hoch verschuldete Staaten der Eurozone zu unterstützen.
  • Zu starke Maßnahmen der EZB zur Senkung der Inflationsrate könnten das Wirtschaftswachstum gefährden.


Fed

  • Die Entwicklung des Arbeitsmarkts ist sehr zufriedenstellend. Die Fed hat ihr Ziel der Vollbeschäftigung erreicht.
  • Die auf 9,1% gestiegene Inflationsrate drängt die Fed zu weiteren extremen Zinsschritten von 0,75% oder 1%.
  • Bis Jahresende wird ein Anstieg der US-Leitzinsen von aktuell 1,75% auf 3,25% bis 3,50% erwartet.
  • Die US-Notenbank demonstriert ein energisches Vorgehen gegen die inzwischen sehr hohen Verbraucherpreise.


Anlageklassen    

Renten

  • Im Zuge der Straffung der Geldpolitik durch die Notenbanken sind die Anleiherenditen deutlich angestiegen.
  • Die geldpolitischen Maßnahmen der EZB führen vor allem bei kurzen Laufzeiten zu höheren Renditen.
  • Die Zinsstrukturkurve ist mit den Zinsanstiegen bei kurz- und mittlfristigen Anleihen deutlich flacher geworden.
  • Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten bleiben die Risikoaufschläge bonitätsschwacher Anleihen hoch.
  • Trotz gestiegener Renditen bleibt die Realverzinsung angesichts der Inflationsrate von 8,6% stark negativ.

Fazit: Die hohen Inflationsraten drängen die führenden Notenbanken immer stärker zur Straffung ihrer Geldpolitik, um ihre Aufgabe der Wahrung der Preisstabilität zu erfüllen. Die Maßnahmen der Fed und EZB haben bei Anleihen, insbesondere mit mittleren- bis langen Laufzeiten, zu kräftigen Renditeanstiegen geführt.

 

Aktien

  • Mit dem drohenden Gaslieferstopp durch Russland steigen die Risiken am europäischen Aktienmarkt.
  • Anleger tendieren angesichts der Marktrisiken zu soliden Aktienwerten mit einem stabilen Geschäftsmodell.
  • Die Stimmungsindikatoren der Unternehmen deuten noch immer auf ein Anhalten des Wachstums hin.
  • Analysten befürchten wegen steigender Zinsen und der hohen Inflation negative Folgen für die Firmengewinne.
  • Die kräftig gestiegenen Renditen der Anleihen stellen inzwischen wieder eine Alternative zu Aktienanlagen dar.

Fazit: Die Unsicherheiten bezüglich zukünftiger Corona-Lockdowns in China, weiter steigende Verbraucherpreise, ein möglicher Lieferstopp von russischem Gas sowie die kräftig steigenden Zinsen lassen die Investoren zurückhaltend agieren und führen zu erhöhten Kursschwankungen an den Aktienmärkten.

Rohstoffe

  • Aufgrund der zunehmenden Rezessionssorgen sind die Preise für Industriemetalle zuletzt gesunken.
  • Nachdem Saudi-Arabien eine Ausweitung seiner Ölförderung ablehnte, ist der Öl-Preis wieder kräftig gestiegen.
  • Der Goldpreis stagnierte aufgrund einer geringeren Schmucknachfrage und den attraktiveren USD-Zinsen.

Fazit: Die Befürchtung einer Rezession führt zu einer geringeren Nachfrage nach Rohstoffen und damit zu fallenden Preisen. Mit dem drohenden Stopp der russischen Gaslieferungen bleibt die Lage am Energiemarkt sehr angespannt . USD-Bonds bieten eine gute Alternative zu Gold für sicherheitsorientierte Anleger.


Immobilien  

  • Aufgrund inflationsindexierter Mietverträge bleiben Sachwertinvestitionen in Immobilien interessant.
  • Die gestiegenen Finanzierungskosten sollten sich zukünftig negativ auf die Immobilienpreise auswirken.
  • Einzelhandel, Hotels und Gastronomie profitieren vom weitgehenden Wegfall der Corona-Beschränkungen.

Fazit: Insgesamt stellen Immobilien als Sachwerte weiterhin eine stabile Anlageform dar.


Disclaimer
Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig hallten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation getroffene Angaben dienen der Information.

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