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Unsere Sicht auf die Märkte und Anlageklassen

Wirtschaftliches und zinspolitisches Umfeld

Stand: 28.09.2022

Unsere Sicht auf die Märkte und Anlageklassen

Wirtschaftliches und zinspolitisches Umfeld

Stand: 28.09.2022

Konjunktur

Europa

  • Die negativen wirtschaftlichen Folgen der Energiekrise gefährden die Einheit der Mitgliedsstaaten der Eurozone.
  • Die Industrieproduktion im Euroraum sank im Juli überraschend stark um 2,3% gegenüber dem Vormonat.
  • Das aufgrund der hohen Inflation sinkende Realeinkommen begrenzt die Konsumausgaben der Verbraucher.
  • Die gestiegenen Zinsen führen zu einer Verteuerung und damit zu einem Rückgang von Firmen-Investitionen.
  • Der Einkaufsmanagerindex, ein Stimmungsindikator der Unternehmen, deutet auf eine künftige Rezession hin.

USA

  • Der für die Wirtschaft wichtige Häusermarkt kommt angesichts steigender Hypothekenzinsen stark unter Druck.
  • Der letzte Arbeitsmarktbericht zeigt eine Vollbeschäftigung und die derzeit robuste Verfassung der Wirtschaft.
  • Die Einzelhandelsumsätze im August sind gestiegen, doch schmälert die Inflation die Kaufkraft der Verbraucher.
  • Die Wirtschaft trat laut dem Konjunkturbericht der Notenbank (Beige Book) im Juli und August auf der Stelle.
  • Analysten sehen wegen der drastischen Zinsanhebungen der Fed Rezessionsrisiken für das kommende Jahr.

Notenbankpolitik (Zinsentwicklung)

EZB

  • Wegen der starken Verteuerung der Energie- und Lebensmittelpreise ist die Inflationsrate auf 9,1% gestiegen.
  • Mit der Anhebung der Leitzinsen um 0,75% hat die EZB sehr konsequent auf die steigende Inflation reagiert.
  • In Erwartung einer bleibenden hohen Inflation sind noch zwei weitere Zinsschritte der EZB in 2022 zu erwarten.
  • Mittels des Instruments "TPI" möchte die EZB stark verschuldete Euro-Staaten vor hohen Zinsen zu schützen.
  • Zu starke Maßnahmen der EZB zur Senkung der Inflation könnten die bereits schwache Konjunktur gefährden.


Fed

  • Die Entwicklung des Arbeitsmarkts ist sehr zufriedenstellend. Die Fed hat ihr Ziel der Vollbeschäftigung erreicht.
  • Trotz der im August auf 8,3% gefallenen Inflationsrate ist nicht mit Lockerungen in der Geldpolitik zu rechnen.
  • Mit einer weiteren Zinsanhebung von 075% bestätigt die Fed ihr entschlossenes Vogehen gegen die Inflation.
  • Nach Erhöhung ihrer Inflationsprognosen erwartet die Fed noch bis Ende 2025 eine restriktives Leitzinsniveau.


Anlageklassen    

Renten

  • Erklärungen von Fed und EZB den Fokus auf das Senken der Inflation zu richten, führte zu steigenden Renditen.
  • Die geldpolitischen Maßnahmen der EZB sorgten vor allem bei kurzen Laufzeiten für kräftig steigende Renditen.
  • Die Zinsstrukturkurve ist mit den Renditeanstiegen bei kurz- und mittelfristigen Anleihen flacher geworden.
  • Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten bleiben die Risikoaufschläge bonitätsschwacher Anleihen hoch.
  • Die Realverzinsung bei Euro-Anleihen bleibt angesichts der Inflationsrate von 9,1 % stark negativ.

Fazit: Die führenden Notenbanken haben angesichts der hohen Inflationsraten ihre Aufgabe der Wahrung der Preisstabilität klar priorisiert und beabsichtigen weitere Anhebungen der Leitzinsen. Somit ist trotz des schwachen Konjunkturverlaufs vorerst nicht mit einem Kurswechsel von EZB und Fed zu rechnen.

 

Aktien

  • Die durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Energiekrise belastet insbesondere den europäischen Aktienmarkt.
  • Anleger tendieren angesichts der Marktrisiken zu soliden Aktienwerten mit einem soliden Geschäftsmodell.
  • Aufgrund der bisher noch stabilen Gewinnschätzungen sind derzeit die Bewertungen der Aktien sehr günstig.
  • Analysten befürchten wegen steigender Zinsen und der hohen Inflation negative Folgen für die Firmengewinne.
  • Die gestiegenen Renditen der Anleihen stellen inzwischen wieder eine Alternative zu Aktienanlagen dar.

Fazit: Die Risiken bezüglich eine Konjunkturschwäche in China, der stark nachlassenden Konsumneigung, der anhaltenden Energiekrise, die restriktive Geldpolitik von Fed und EZB sowie noch immer bestehenden Lieferkettenprobleme sollten weiterhin zu erhöhten Kursschwankungen an den Aktienmärkten führen.

Rohstoffe

  • Die globale konjunkturelle Eintrübung sollte die Preise für Industriemetalle auch zukünftig noch belasten.
  • Der Stopp der russischen Gaslieferungen wurde in Europa besser verkraftet als erwartet, Der Gaspreis gab nach.
  • Trotz der hohen Inflation und geopolitischen Risiken, bleibt der Goldpreis wegen steigender Zinsen unter Druck.

Fazit: Aufgrund der drohenden Rezession ist vorerst an den Rohstoffmärkten nicht mit Preisanstiegen zu rechnen. Die Sorgen rund um eine ausreichende Energieversorgung bleiben bestehen. Die aktuellen Marktrisiken sollten somit weiter für Schwankungen insbesondere bei den Gas- und Strompreisen sorgen.


Immobilien  

  • Aufgrund inflationsindexierter Mietverträge bleiben Sachwertinvestitionen in Immobilien interessant.
  • Die gestiegenen Finanzierungskosten sollten sich zukünftig negativ auf die Immobilienpreise auswirken.
  • Einzelhandel, Hotels und Gastronomie profitieren vom weitgehenden Wegfall der Corona-Beschränkungen.

Fazit: Insgesamt stellen Immobilien als Sachwerte weiterhin eine stabile Anlageform dar.


Disclaimer
Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig hallten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation getroffene Angaben dienen der Information.

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