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Unsere Sicht auf die Märkte und Anlageklassen

Wirtschaftliches und zinspolitisches Umfeld

Stand: 26.01.2023

Unsere Sicht auf die Märkte und Anlageklassen

Wirtschaftliches und zinspolitisches Umfeld

Stand: 26.01.2023

Konjunktur

Europa

  • Der von Unternehmen befürchtete Energiemangel scheint sich angesichts des milden Winters nicht einzustellen.
  • Die nachlassenden Lieferkettenprobleme führten zu einem leichten Ansteigen der Industrieproduktion.
  • Der Konsum war trotz der hohen Inflation und sinkender Realeinkommen ein Wachstumstreiber der Wirtschaft.
  • Die nach wie vor hohe Inflation und restriktive EZB-Geldpolitik stellt eine große konjunkturelle Belastung dar.
  • Laut den aktuellen Prognosen wird die Wirtschaft der Eurozone im ersten Halbjahr 2023 schrumpfen.

USA

  • Der für die Wirtschaft wichtige Häusermarkt ist aufgrund steigender Hypothekenzinsen stark unter Druck.
  • Der Arbeitsmarkt bleibt stabil und bestätigt mit einer Arbeitslosenquote von 3,5% eine Vollbeschäftigung.
  • Steigende Löhne kompensieren zum Teil die inflationsbedingten Kaufkraftverluste bei den Verbrauchern.
  • Die durch die Zinsanhebungen der Fed zeitverzögerte negative Wirkung auf die Wirtschaft ist bald zu erwarten.
  • Das Wirtschaftswachstum stieg im 4.Quartal 2022 deutlich stärker an als zuletzt erwartet.

Notenbankpolitik (Zinsentwicklung)

EZB

  • Für die nächsten Quartale rechnet die EZB mit einem sehr starken Lohnwachstum im Euroraum.
  • Die EZB prognostiziert sogar noch für 2025 eine Inflationsrate in Höhe von 2,3% und damit über der Zielmarke.
  • Für die kommenden Sitzungen im Februar und März hat die EZB Leitzinsanhebungen zu je 0,5% angekündigt.
  • Die Notenbank steigt in den Abbau des Anleiheportfolios mit monatlich 15 Mrd. Euro recht moderat ein.
  • Die EZB beabsichtigt die Leitzinsen bis in den konjunkturbremsenden bzw. restriktiven Bereich anzuheben.

Fed

  • Trotz der zuletzt auf 6,5% gefallenen Inflationsrate will die Fed vorerst ihrer restriktiven Linie treu bleiben.
  • Marktteilnehmer erwarten nach den Rückgängen der Inflation nur noch Zinsschritte der Fed in Höhe von 0,25%.
  • Die US-Notenbank hat die Leitzinsen auf eine Bandbreite von 4,25% bis 4,5% bereits deutlich angehoben.
  • Fed-Vertreter gehen weiter davon aus, dass die US-Leitzinsen die Marke von 5% übersteigen werden.

Anlageklassen    

Renten

  • Die starke Nachfrage nach Euro-Anleihen begrenzte zuletzt einen weiteren Anstieg der Renditen.
  • Die noch folgenden Leitzinsanhebungen sollten zu Renditeanstiegen bei kurzfristigen Laufzeiten führen.
  • Die im Euroraum bereits erkennbare horizontale bis inverse Zinsstruktur dürfte auch weiterhin Bestand haben.
  • Die Abschwächung der Wirtschaft der Eurozone lässt keine weiteren nennenswerten Renditeanstiege erwarten.
  • Die Realverzinsung bei Euro-Anleihen bleibt angesichts der Inflationsrate von 9,2 % stark negativ..

Fazit: Die Renditen sind mit der energischen Straffung der Geldpolitik durch die EZB und die Fed deutlich gestiegen. Zukünftig sind lediglich noch moderate Maßnahmen der Notenbanken zu erwarten. Angesichts des bereits höheren Rendite-Niveaus, sehen wir das Risiko weiterer Kursverluste bei Anleihen begrenzt.

Aktien

  • Die erwartete Rezession, insbesondere in Europa, dürfte die Kurspotenziale am Aktienmarkt aktuell begrenzen.
  • Anleger tendieren angesichts der Marktrisiken zu Aktienwerten mit einem soliden Geschäftsmodell.
  • Aufgrund der bisher nur leicht gefallenen Gewinnschätzungen sind die Bewertungen der Aktien noch günstig.
  • Analysten befürchten wegen steigender Zinsen und der hohen Inflation negative Folgen für die Firmengewinne.
  • Die erhöhten Renditen der Anleihen stellen inzwischen wieder eine "risikolose" Alternative zu Aktienanlagen dar.

Fazit: Die noch immer präsenten Inflationsrisiken, die gestiegenen Energiekosten in Europa, die anhaltend restriktive Geldpolitik von Fed und EZB sowie die Unsicherheiten zur chinesischen Wirtschaftsentwicklung sollten weiterhin zu erhöhten Kursschwankungen an den Aktienmärkten führen.

Rohstoffe

  • Der Ölpreis stagniert, da die Senkung der OPEC-Fördermenge die geringere globale Nachfrage kompensiert.
  • Der milde Winter in Europa führte zu einem geringeren Energieverbrauch. Der Gaspreis gab deutlich nach.
  • Das erhöhte Niveau der US-Zinsen sollte trotz der Marktrisiken einen weiteren Anstieg des Goldpreises limitieren.

Fazit: Aufgrund einer drohenden Rezession ist vorerst an den Rohstoffmärkten nicht mit Preisanstiegen zu rechnen. Die Sorgen um einen Energiemangel in Europa haben sich zuletzt entspannt. Ein Unsicherheitsfaktor stellt die konjunkturelle Entwicklung in China 2023 dar. China ist ein Großeinkäufer von Rohstoffen.


Immobilien  

  • Aufgrund der meist inflationsindexierten Mietverträge bieten Immobilienanlagen einen guten Inflationsschutz.
  • Die gestiegenen Finanzierungskosten wirkten sich bereits negativ auf die Immobilienpreiseentwicklung aus.
  • Die abnehmende Neubautätigkeit wegen Lieferengpässen und hoher Materialkosten verringert das Angebot.

Fazit: Insgesamt stellen Immobilien als Sachwerte weiterhin eine stabile Anlageform dar.


Disclaimer
Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation getroffene Angaben dienen der Information.

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