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Unsere Sicht auf die Märkte und Anlageklassen

Wirtschaftliches und zinspolitisches Umfeld

Stand: 19.07.2021

Unsere Sicht auf die Märkte und Anlageklassen

Wirtschaftliches und zinspolitisches Umfeld

Stand: 19.07.2021

Konjunktur

Europa

  • Die sehr positive Stimmung in den Unternehmen der Eurozone spricht für ein starkes Wachstum im 2. HJ.
  • Der hohe Auftragsbestand der Industrie wird die Konjunkturentwicklung kräftig unterstützen.
  • Die Industrieproduktion steigt, wird jedoch durch Lieferengpässe und Materialknappheit stark beschränkt.
  • Von den Lockerungen der Corona-Beschränkungen kann der Dienstleistungssektor kräftig profitieren.
  • Für die EU erwartet die EU-Kommission ein BIP-Wachstum für 2021 von 4,8% und für 2022 von 4,5%.

USA

  • Die Rücknahme von Corona-Restriktionen begünstigte einen deutlichen Anstieg des Konsums.
  • Joe Biden plant immense Wirtschaftshilfen und Infrastrukturmaßnahmen von mehreren Billionen USD.
  • Die Arbeitslosenquote ist mit 5,9 % weiterhin überraschend hoch.
  • Derzeit sind keine Verbesserungen der Handelsbeziehungen zu China in der Politik Bidens zu ekennen.
  • Der Einkaufsmanagerindex deutet auf einen großen Optimismus in den Chefetagen der US-Firmen hin.

Notenbankpolitik (Zinsentwicklung)

EZB

  • Günstige EZB-Refinanzierungsangebote befähigen Banken, die erhöhte Kreditnachfrage zu erfüllen.
  • Die EZB hält die erhöhte Inflationsrate für eine temporäre Erscheinung. Ihre Geldpolitik bleibt expansiv.
  • Im Zuge ihres jüngsten Strategieprozesses hat die EZB ihr Inflationsziel auf 2 % leicht angehoben.
  • Die Volkswirtschaft der Eurozone soll weiter mit günstigen Finanzierungsbedingungen unterstützt werden.
  • Nach Äußerungen der EZB-Chefin Lagarde ist ein frühes Ende der expansiven Geldpoltik nicht zu erwarten.


Fed

  • Die Inflationsrate von aktuell 5,4 % setzt die Fed hinsichtlich einer Straffung der Geldpolitik unter Druck.
  • Fed-Chef Powell stellt die Vollbeschäftigung als das primäre Ziel der Notenbank in den Vordergrund.
  • Einzelne Notenbankmitglieder erwägen bereits eine Reduzierung des Anleihekaufprogramms (Tapering).
  • Fed-Chef Powell sieht derzeit in den stark steigenden Immobilienpreisen keine Parallelen zur Finanzkrise.


Anlageklassen    

Renten

  • Euro-Anleihen bieten angesichts einer gestiegenen Inflation kaum noch eine positive Realverzinsung.
  • Hohe Anleihe-Emissionsvolumen und Kapitaltransfers in Aktien werden durch EZB-Käufe kompensiert.
  • Mit den verbesserten Wirtschaftsperspektiven verläuft die Entwicklung von Hochzinsanleihen recht stabil.
  • Nachdem die EZB eine Straffung der Geldpoltik ausgeschlossen hatte, sind Euro-Renditen gefallen.
  • Die starke Nachfrage durch das EZB-Anleihenkaufprogramm bestimmt die Renditen am Rentenmarkt.

Fazit: Im Ansteigen der Verbraucherpreise sehen die Notenbanken lediglich einen temporären Effekt. Somit ist von der EZB sowie auch von der Fed vorerst von einer Fortführung der Nullzinspolitik auszugehen. Wir sehen deshalb erst auf längere Sicht Gefahren steigender Renditen am Rentenmarkt.


Aktien

  • Die reduzierten Restriktionen aufgrund niedriger Corona-Inzidenzen stützen den Dienstleisungssektor.
  • Die steigenden Gewinnprognosen bilden eine Grundlage für weitere Kurspotenziale.
  • Risiken für Aktien wegen der Verbreitung neuer Corona-Mutationen begrenzen derzeit die Kursanstiege.
  • Die Gefahr steigender Zinsen wegen hoher Verbraucherpreise kann zu Kursschwankungen führen.
  • Aufgrund fehlender Anlagealternativen bleiben Aktien trotz der relativ hohen Bewertungen attraktiv.

Fazit: Fallende Corona-Beschränkungen, eine zunehmende Konsumnachfrage und steigende Unternehmensgewinne unterstützen die Stimmung der Investoren. Aktien bleiben interessant, solange die Notenbanken trotz erhöhter Verbraucherpreise ihre Nullzinspolitik beibehalten.

Rohstoffe

  • Industriemetalle sollten auch zukünftig von der anhaltenden Konjunkturerholung profitieren.
  • Der Ölpreis steigt weiter, da sich die OPEC noch nicht auf eine Anhebung der Öl-Förderung einigen konnte.
  • Steigende Inflationsraten und niedrige Zinsen begünstigen Gold als Sachwert-Investment für Anleger.

Fazit: Industriemetalle sowie Öl können ihr hohes Preisniveau aufgrund der guten Wirtschaftsentwicklung ausbauen. Eine stark gestiegene Inflationsrate unterstützt derzeit die Goldnotierung.

Immobilien  

  • Geringe Finanzierungskosten und fehlende Anlagealternativen stützen den Immobilienmarkt.
  • Positive Homeoffice-Erfahrungen wirken sich nachteilig auf die Mietpreise von Büroflächen aus.
  • Einzelhandel, Hotels und Gastronomie sollten sich mit gelockerten Corona-Beschränkungen erholen.

Fazit: Insgesamt bleibt die Lage am Immobilienmarkt bei geringeren Renditeerwartungen stabil.


Disclaimer
Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig hallten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation getroffene Angaben dienen der Information.

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