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Edelmetalle im Portfolio

Sommer 2020: Der Preis für Gold erreicht ein neues Allzeithoch. Über 2000 Dollar kostete 1 Unze des Edelmetalls, so viel wie noch nie in der Geschichte des Goldhandels. Damit bestätigt sich der Begriff „Krisenwährung“ erneut. In Deutschland bevorzugen Goldanleger dabei eher physisches Gold. Wer schnell auf steigende Kurse regieren und fungibel sein möchte, für den können goldorientierte Wertpapiere interessant sein.

Die anhaltende Niedrigzinsphase, die Angst vor Geldentwertung und vor den Folgen der Corona-Krise erzeugen bei vielen Anlegern ein hohes Sicherheitsbedürfnis, sind sich Experten einig. Wie aus einer Umfrage des Hanauer Edelmetallhändlers Heraeus* hervorgeht, geht es den meisten deutschen Goldanlegern um Werterhalt. In den aktuell turbulenten Corona-Zeiten sehen knapp 63 Prozent der Befragten im gelben Edelmetall einen „sicheren Hafen“. Etwa 44 Prozent hätten ihre Anlagestrategie aufgrund der Corona-Krise geändert, wovon besonders Gold profitiere, heißt es vom Hanauer Edelmetallspezialisten. Auch sähen die meisten Befragten die Aussichten für Gold unverändert positiv.

Für die deutschen Goldanleger gilt: Sicherheit vor Rentabilität. So heißt es aus Hanau*: „Fast drei Viertel der Befragten besitzen Goldbarren, 59 Prozent Münzen. Wertpapiere oder Zertifikate spielen bei den Befragten hingegen kaum eine Rolle.“ Peter Schimmelbauer, Leiter Private Banking Region Wiesbaden, sieht es so: „Bei physischem Gold wie Barren oder Münzen zählen vor allem die Eigenschaften Werterhalt und Schutz vor Inflation oder Währungskrisen. Aufgrund der meist negativen Korrelation zu anderen Anlageklassen, wie Aktien, kann Gold als Beimischung im Rahmen einer ausgewogenen Asset-Allocation stabilisierende Effekte erzeugen. Gewinne jedoch können sich letztlich nur mit einem steigenden Goldpreis ergeben.“

Gold in Form von Wertpapieren

Auch wenn es scheint, dass hierzulande Gold in Form von Wertpapieren eine eher geringere Rolle im Vergleich zu Münzen und Barren spielt, können diese als Alternative oder Ergänzung in einem breit gestreuten Portfolio ebenfalls interessant sein. Wenngleich das Ausfallrisiko höher ist, bedeutet dies auch höhere Renditechancen. Und: Das sogenannte Performance-Gold ist im Handling und Trading einfacher als Goldbarren oder -münzen.
Goldorientierte Wertpapiere, wie etwa ETCs oder Zertifikate, sind börsengehandelte Finanzprodukte, welche an die Entwicklung des Goldpreises gekoppelt sind.

Darüber hinaus kann es auch interessant sein, sich an Unternehmen zu beteiligen, welche indirekt mit Gold ihr Geld verdienen, wie beispielsweise ein Aktien-Investment eines Unternehmens, welches Gold zutage fördert. Neben der Entwicklung des Aktienmarktes können auch andere Umstände, wie Entscheidungen des Managements oder Fusionen etc., den Kurswert beeinflussen. Der Goldpreis selbst spielt bei diesen Investments daher eine eher untergeordnete Rolle.

„Wie und in welcher Form man am besten in Gold investiert, sollte also im Vorfeld gut überlegt werden“, gibt Peter Schimmelbauer zu bedenken und ergänzt: „Selbstverständlich berücksichtigen wir bei der Anlageberatung neben den Wünschen des Kunden sowohl die Anlegermentalität als auch die entsprechende Risikobereitschaft.“

Ein Blick auf Zertifikate, ETCs & Co.

Gemeinsam haben Gold-Zertifikate oder Gold-ETCs, dass sie Schuldverschreibungen sind, der Anleger also nicht Eigentümer, sondern Gläubiger gegenüber dem Emittenten ist. Zertifikate nutzen meist derivative Strukturen, um die Wertentwicklung – hier von Gold – abzubilden, und sind somit nicht mit physischem Gold besichert. Da es sehr unterschiedliche Arten mit jeweils unterschiedlichen Chancen- und Risikopotentialen am Markt gibt, ist es sehr wichtig, sich genau zu informieren.

Anders bei Exchange Traded Commodities (ETCs): Auch sie bilden den Goldpreis ab, sind jedoch meist mit physischem Gold besichert. Das heißt, dass der ETC-Anbieter in einem Tresor eines Treuhänders tatsächlich Goldbarren aufbewahrt. Je nach Ausgestaltung des Investments wäre auch eine jederzeitige Auslieferung von physischem Gold im Wert des erworbenen ETC-Anteils möglich. Sollte das Investment auf die Handelswährung USD lauten, beachten Sie, dass es sowohl zu Währungschancen- als auch Risiken kommen kann.

Ein Aspekt, der bei physisch hinterlegten Anlagen wie den o. g. ETCs interessant sein kann: Entspricht das gelagerte physische Gold den LMBA-Richtlinien? Diese stehen für eine verantwortungsbewusste Beschaffung des Edelmetalls. Dazu gehören beispielsweise Grundprinzipien der nachhaltigen Edelmetallgewinnung, die Bekämpfung von Kinderarbeit oder die Einhaltung hoher Standards bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. LMBA steht für London Bullion Market Association. LMBA-zertifizierte Produkte werden übrigens weltweit von nahezu allen Sparkassen, Banken und Edelmetallhändlern akzeptiert.

Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass es in Deutschland keine ausschließlich mit physischem Gold besicherten ETFs gibt. Nach EU-Regularien dürfen Fonds und Indexfonds nicht von einem einzigen Rohstoff abhängig sein, sondern müssen breit gestreut sein. Möglich wären alternative Investments in Form von Rohstofffonds, die nach bestimmten Branchen oder Themen ausgerichtet sind – wie beispielsweise Edelmetalle oder Öl.

Fazit: Gold und Rohstoffe bleiben als Beimischung interessant

Sowohl physisches Gold als auch Gold in Form von Wertpapieren können als moderate Beimischung im Rahmen einer ausgewogenen Asset-Allocation sinnvoll sein. Im Allgemeinen wird eine Beimischung von fünf bis zehn Prozent des Gesamtvermögens (je nach Risikoneigung) empfohlen. Jedoch sollte die tatsächliche Höhe immer an die persönlichen Gegebenheiten und Ziele angepasst sein und die Ertrags- sowie Risikoaspekte berücksichtigen.

Bei Ihren Überlegungen, in Gold oder andere Edelmetalle bzw. Rohstoffe zu investieren, wenn Sie Ihre Goldmünzen-Sammlung ausbauen möchten oder vorhaben, einen Goldbarren zu verschenken, steht Ihnen Ihr Private Banking-Berater zur Seite und unterstützt Sie selbstverständlich auch in allen anderen Fragen zu Ihrer Vermögensplanung.

*heraeus.com: Umfrage im Juli 2020: Goldanleger setzen auf Sicherheit in unruhigen Zeiten, https://www.heraeus.com/de/hpm/hpm_news/2020_hpm_news/03_goldanleger_setzen_auf_sicherheit.html, Abruf 11/2020

Disclaimer:
Die vorstehenden Angaben und die Darstellungen stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Die Informationen stellen weder ein Angebot noch eine direkte oder indirekte Empfehlung für den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar und ersetzen keine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information. Dies gilt auch dann, wenn einzelne Emittenten oder Wertpapiere erwähnt werden. Bei Bedarf setzen Sie sich deshalb bitte mit Ihrem zuständigen Berater in Verbindung. Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Marketingmitteilung i. S. d. WpHG.

23.12.2020

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