Anmelden
DE
KontaktbereichKontaktbereich Kontaktbereich
Service-Telefon
0611 364-0
Online-Banking-Support
0611 364-85 151
BLZ51050015
BICNASSDE55XXX

Immobilieninvestments

Zurück zu den Dossiers

Offene Immobilienfonds

Macht das berühmte Betongold etwa in Corona-Zeiten seinem Namen alle Ehre? Mit Blick auf 2021 sind Großinvestoren sehr zuversichtlich. Gewiss, die Immobilienbranche steht mit der Pandemie vor großen Herausforderungen. Und auch die demografische Entwicklung, der Klimawandel oder der Megatrend „Digitalisierung“ beschäftigen die Branche. Doch stecken in Herausforderungen auch immer Chancen für Innovationen. Für private Kapitalanleger heißt das: Die Assetklasse „Immobilien“ bleibt interessant!

Das Corona-Jahr 2020 hat seine Spuren hinterlassen. Geschlossene Restaurants und Geschäfte des Einzelhandels, Reisebeschränkungen und Arbeiten im Home-Office haben den Markt der Gewerbeimmobilien besonders getroffen. Nicht verwunderlich, dass Büro-, Hotel- und Einzelhandelsimmobilien ein rückläufiges Transaktionsvolumen verzeichnen. Wie eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft EY im Januar 2021 belegt, waren dies minus 17 Prozent zum Vorjahr*. Die Preise für Wohnimmobilien hingegen sind erneut gestiegen: Insgesamt hat das Segment „Wohnen“ auf dem Immobilienmarkt um rund 8 Prozent zugelegt.

Wohn- und Logistikimmobilien gehören in Pandemie-Zeiten zu den Gewinnern. Gut möglich, dass die Preise weiter ansteigen. Wenn sich die Weltwirtschaft in den kommenden Jahren erholt, könnten auch gewerbliche Immobilien wieder Fahrt aufnehmen. Dennoch: Der Immobilienmarkt ist im Begriff, sich neu auszurichten. Die digitale Vernetzung, Veränderungen in der Gesellschaft und nicht zuletzt die Klimaveränderung sorgen ebenso für Handlungsbedarf. Daraus entstehen gerade neue Trends wie ‚New Work‘, ‚Smart Building‘ oder ‚Healthy Building‘. „Interessante Projekte, die als indirekte Kapitalanlage für Privatinvestoren lohnend sein können, bietet der Markt bereits“, erläutert Dirk Janz, Leiter Private Banking der Region Wiesbaden.

Smarter Investment-Mix: Offene Immobilienfonds
So viel steht fest: Betongold bzw. die Assetklasse „Immobilie“ stellt eine attraktive Anlageform dar und kann zur langfristigen Stabilisierung eines Vermögensportfolios beitragen. Eine Möglichkeit, liquides Anlagevermögen im Immobilienbereich zu diversifizieren, bietet sich zum Beispiel mit offenen Immobilienfonds. Das Anlageuniversum eines Immobilienfonds ist breit gestreut. Beispielsweise mit einem durchdachten Mix verschiedener Nutzungsarten: Von fortschrittlichen Logistikimmobilien über medizinische Versorgungszentren, umweltfreundliche Wohnquartiere hin zu modernen Bürokomplexen. Auch verschiedene regionale, globale oder umweltökologische Ausrichtungen sind möglich.

Darüber hinaus beschäftigt der „European Green Deal“ die Immobilienbranche. „So spielen mittlerweile Nachhaltigkeitsaspekte bei der Aufstellung bzw. Auswahl des Immobilien-Portfolios eine immer größere Rolle, ebenso Megatrends wie ‚Digitalisierung‘ oder ‚Urbanisierung‘“, ergänzt Dirk Janz.

Aufgrund der breiten Diversifizierung können bei einem offenen Immobilienfonds im Vergleich zu einem einzelnen direkten Immobilieninvestment sowohl Chancen als auch Risiken auf mehrere Schultern verteilt werden. Und dies mit einer verhältnismäßig kleineren Investitionssumme.

Dirk Janz erklärt es so: „Grundsätzlich bietet ein offener Immobilienfonds eine breite Streuung des angelegten Kapitals durch die Verteilung auf verschiedene Immobilien mit unterschiedlichen Nutzungsarten, Mietern und/oder Standorten. Gegenüber anderen Anlageformen kann dieses Investment mit relativ soliden Ausschüttungen und geringeren Volatilitäten Stabilität in ein Portfolio bringen. Interessant sind offene Immobilienfonds auch insofern, als wir uns noch immer in der unglücklichen Gemengelage aus Niedrig- und Strafzinsen bewegen und Investoren nach Anlagealternativen suchen.“

Mögliche Chancen und Risiken offener Immobilienfonds – ein Überblick:

Chancen

  • Deutlich weniger Aufwand und Verantwortung als bei direkten Immobilieninvestments
  • Partizipation an großen Immobilienprojekten mit relativ geringen Anlagesummen möglich
  • Regelmäßige Ausschüttungen (bspw. aus laufenden Mieteinnahmen und ggf. aus realisierten Verkaufserlösen) sowie steuerliche Vorteile bei der Ertragsausschüttung aufgrund teilweise steuerfreier Ertragsanteile
  • Inflationsschutz bzw. -ausgleich durch in der Regel indexierte Mietverträge
  • Flexible Laufzeiten, mittelfristige Verfügbarkeit (unter Wahrung der Halte- und Kündigungsfrist)

Risiken

  • Wertverluste oder -schwankungen durch Änderungen von Immobilienpreisen möglich
  • Generelle Immobilienrisiken, wie zum Beispiel schlechte Vermietbarkeit, mangelnde Zahlungsfähigkeit der Mieter, Verschlechterung der Standortqualität
  • Ggf. verzögerte Reaktion auf geänderte Rahmenbedingungen wie fallende Immobilienpreise möglich
  • Unter bestimmten negativen Konstellationen kann die Anteilrücknahme ausgesetzt werden
  • Kapitalverlust

Exkurs: Crowdinvesting und REITs
Neben den in Deutschland recht beliebten offenen Immobilienfonds liegt vor allem im amerikanischen Markt das Crowdinvesting im Trend, bei dem sich Anleger über eine Online Plattform gemeinsam an Immobilienprojekten beteiligen können. Eine weitere Möglichkeit für indirekte Immobilienanlagen sind börsennotierten REITs (Real Estate Investment Trusts). Diese Immobilien-Aktiengesellschaften investieren hauptsächlich in Immobilien und Grundstücke. Da sie börsennotiert sind, ist die Schwankungsanfälligkeit der REITs allerdings recht hoch. Beide Anlagevarianten erfreuen sich größerer Beliebtheit in amerikanischen Gefilden, in Deutschland ist der Markt weniger stark belegt.

Fazit
Wie alle Geldanlagen haben auch offene Immobilienfonds gewisse Risiken, dennoch gelten sie als risikoärmer und fungieren eher als konservativer Anlagebaustein im Vergleich zu anderen Anlageklassen. Inzwischen bietet der Markt eine Fülle an Angeboten. Um eine fundierte Anlageentscheidung treffen zu können, die zu Ihrer persönlichen Vermögensstrategie passt, ist es ratsam, einen Experten mit einzubeziehen. Im ersten Schritt können Fragen wie: „Wer ist die ausgebende Kapitalverwaltungsgesellschaft?“, „Welches Renommee genießt sie?“, „Wie sind die Fonds diversifiziert?“ oder „Gibt es ein aussagefähiges Rating einer bewährten Agentur?“ hilfreich sein. Gerade in Krisenphasen kann sich ein Blick auf die Strategie des Fondsmanagements auszahlen: Im Idealfall wird das Immobilienportfolio nämlich aktiv umgeschichtet und kann dadurch sogar von Mehrwerten profitieren. Die Herausforderungen der Corona-Pandemie in Bezug auf Gewerbe- bzw. Büroimmobilien sollten im Blick behalten werden. So kann das Hinzuziehen wohnwirtschaftlicher Nutzungsarten sinnvoll sein. Nicht zuletzt sollten Investitionen immer zu Ihren individuellen Zielen und Ihrem persönlichen Risikoprofil passen. Ihr Private Banking-Berater steht Ihnen bei dem Management Ihres Vermögens jederzeit als kompetenter Partner zur Seite.

Disclaimer:
Die vorstehenden Angaben und die Darstellungen stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Die Informationen stellen weder ein Angebot noch eine direkte oder indirekte Empfehlung für den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar und ersetzen nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information. Dies gilt auch dann, wenn einzelne Emittenten oder Wertpapiere erwähnt werden. Bei Bedarf setzen Sie sich deshalb bitte mit Ihrem zuständigen Berater in Verbindung. Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Marketingmitteilung i. S. d. WpHG. Die hier enthaltenen Aussagen geben unsere aktuelle Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung wieder. Diese kann sich jederzeit ohne Ankündigung ändern.

Quellen:
*Ernst & Young Real Estate, Januar 2021: „Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2021“, https://www.ey.com/de_de/news/2021/01/ey-immobilien-investmentmarkt-2021, Abruf 01/2021
 

23.02.2021

Nehmen Sie jetzt Kontakt zu unseren Private Banking-Beratern auf oder vereinbaren Sie direkt einen Beratungstermin.

 Cookie Branding
Nicht jetzt

Wir, als Ihre Sparkasse, verwenden Cookies, um Ihnen die Funktionen auf unserer Website optimal zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus verwenden wir Cookies, die lediglich zu Statistikzwecken, zur Reichweitenmessung oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Detaillierte Informationen über Art, Herkunft und Zweck dieser Cookies finden Sie in unserer Erklärung zum Datenschutz. Durch Klick auf „Einstellungen anpassen“ können Sie bestimmen, welche Cookies wir auf Grundlage Ihrer Einwilligung verwenden dürfen. Sie haben außerdem die Möglichkeit, dem Einsatz von Cookies, die nicht Ihrer Einwilligung bedürfen, zu widersprechen. Durch Klick auf “Zustimmen“ willigen Sie der Verwendung aller auf dieser Website einsetzbaren Cookies ein. Ihre Einwilligung ist freiwillig. Sie können diese jederzeit in "Erklärung zum Datenschutz" widerrufen oder dort Ihre Cookie-Einstellungen ändern.

i