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Investments in Niedrigzins­zeiten

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Sparbuch ade?

Die Sparquote der deutschen Privathaushalte ist während des ersten Corona-Jahrs auf einen historischen Rekordwert gestiegen. Gleichzeitig zeigen sich Privatanleger in der Corona-Pandemie aktiver und investieren vermehrt in den Aktienmarkt. Und dennoch: Der Deutschen Lieblinge bleiben Girokonto und Sparbuch. Ein guter Zeitpunkt, um neben einem Portfolio-Check die eigene Risikoeinstellung auf den Prüfstand zu stellen und über den Tellerrand hinauszuschauen, um so zu erfahren, wie ein ausgewogenes Vermögensportfolio in diesen Zeiten aussehen könnte.

Mit knapp 7 Billionen Euro sind die deutschen Privathaushalte so vermögend wie nie zuvor, gab die Deutsche Bundesbank im April 2021 bekannt. Bei einer Sparquote von rund 16 Prozent legten sie im ersten Corona-Jahr von 100 Euro also ca. 16 Euro auf die hohe Kante. Einer Bundesbank-Umfrage zufolge hätten vor allem Haushalte mit höherem Einkommen verstärkt gespart, gäben im Verhältnis zu ihrem Einkommen aber vergleichsweise wenig für Konsum aus. Daraus schließt Dr. Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank: „Deswegen dürfte ein Großteil ihrer zusätzlichen Ersparnisse nicht schnell nachträglich ausgegeben werden, sondern für längere Zeit zum Vermögensaufbau beitragen.“*

Gründe für die hohe Sparquote sehen Experten weniger in den klassischen Vorsichtsmotiven wie der Angst um den Arbeitsplatz, sondern vor allem in den eingeschränkten Angeboten bzw. Lockdown-Maßnahmen. Auch die Reisebeschränkungen trugen dazu bei, dass weniger Geld ausgegeben wurde.

„Zu all dem befinden wir uns noch immer in einer Niedrigzinsphase. Gerade im Zusammenhang mit höheren Sparquoten beziehungsweise steigendem Vermögen ist es ratsam, ein prüfendes Auge auf die eigene Vermögensstruktur zu werfen“, rät Stefanie Schmidt, Private Banking-Leiterin der Region Rhein-Lahn.

Noch immer gilt: Breit streuen!

Auf der einen Seite halten die Deutschen trotz Niedrig- und Negativzinsen Girokonto und Sparbuch ihre Treue, wie eine Umfrage des Verbands der Privaten Bausparkassen ergab.** Auf der anderen Seite engagieren sie sich auf dem Aktienmarkt fast ebenso sehr wie zuletzt um die Jahrtausendwende. Aus dem Deutschen Aktieninstitut heißt es, dass private Haushalte im letzten Jahr etwa das Dreifache der durchschnittlichen Zukäufe der vergangenen zehn Jahre in Aktien und Investmentfondsanteile investierten. Vor allem die jungen Erwachsenen unter 30 Jahren hätten die Börse für sich entdeckt – dort konnte 2020 eine Steigerung um fast 70 Prozent im Vergleich zu 2019 ermittelt werden.***

Dennoch gilt: „Ein gutes Portfolio ist mehr als eine Ansammlung guter Aktien und Rentenpapiere. Es ist ein ausgewogenes Ganzes, das Investierende absichert und Möglichkeiten für alle Eventualitäten bietet.“ Stefanie Schmidt fasst die Erkenntnis des berühmten Ökonomen und Erfinders der modernen Portfolio-Strategie Harry M. Markowitz so zusammen: „Ein ausgewogen diversifiziertes Portfolio kann den gesamten Depotwert gegenüber einer einzelnen Anlageklasse stabilisieren.“ Das heißt, die Beimischung einer „riskanteren“ Anlageklasse zu einer „weniger riskanten“ kann in einem bestimmten Mischungsverhältnis das Gesamtrisiko sogar unter den Wert des sichereren Investments reduzieren – je nach Korrelation, also Wechselbeziehung der Anlageklassen und deren Entwicklungsverläufe zueinander.

In einer volatilen Markt- und stabilen Niedrigzinsphase, wie wir sie aktuell erleben, Chancen auf Renditen zu erschließen, heißt, sein Gesamtvermögen möglichst breit und flexibel aufzustellen – weg von „Sparbuch & Co.“ hin zu einer individuellen Strategie, die das persönliche Risikoprofil berücksichtigt. Denn auf Sparbuch, Tagesgeld- und Girokonto ist das Vermögen dem realen Kaufkraftverlust schlichtweg ausgeliefert. Die Hoffnung auf bessere Zeiten oder die Angst vor „zu viel Risiko“ scheinen trotz allem mehr zu wiegen, als die Chancen, die der Kapitalmarkt bietet. Auch wenn es erste Anzeichen gibt, dass sich Sparer respektive Privatanleger darüber klar werden, dass es ohne ein gewisses Risiko keine wirkliche Rendite mehr gibt.

Die Möglichkeiten, sich auf dem Kapitalmarkt breit und flexibel aufzustellen, sind inzwischen vielfältig – wenngleich der Markt schwer überschaubar ist. Eine Möglichkeit für einen Baustein einer ausgewogenen Vermögensallokation können beispielsweise Rentenfonds mit breiter Streuung über Länder und Währungen sein, auf die wir im Folgenden einen Blick werfen.

Verzinsliche Wertpapiere mit globaler Ausrichtung

Mit Aussicht auf ein weiterhin niedriges Zinsniveau in den Industrieländern können verzinsliche Wertpapiere mit globaler Ausrichtung oder auch aus Schwellenländern eine interessante Alternative zu einzelnen Hartwährungsanleihen darstellen. Gerade in den letzten Jahren haben Schwellenländer an politischer Stabilität gewonnen und verfügen im Gegensatz zu vielen Staaten aus dem Euroraum über Staatshaushalte mit niedriger Verschuldung. Die positiven Entwicklungen führen dazu, dass Schwellenländer vermehrt Anleihen in lokaler Währung begeben.

Neben einer höheren Verzinsung können diese auch Chancen auf Währungsgewinne bieten. Eine sehr breite Streuung über viele Länder, verschiedene Anleihentypen und Währungsarten kann unterdessen Risiken reduzieren. Ein solches Investment kann beispielsweise mit einem global ausgerichteten Rentenfonds, der in den jeweiligen Landeswährungen und einer Bandbreite verschiedener Anleihen investiert, abgebildet werden.

Im Nachfolgenden haben wir auszugsweise eine Übersicht potenzieller Chancen und Risiken für Sie zusammengestellt:

Chancen:

  • Generierung regelmäßiger ordentlicher Erträge durch Investition in ein breit diversifiziertes Portfolio festverzinslicher Wertpapiere aus globalen Schwellenländern.
  • Anleihen aus Schwellenländern bieten Renditeaufschläge verglichen mit Staatsanleihen hoher Bonität.
  • Mittel- bis langfristige Chance auf steigende Bewertung der Zahlungsfähigkeit der Anleiheaussteller kann zu Kurssteigerungen führen.
  • Zusätzliche Chancen auf Währungsgewinne durch die Investition in Lokalwährungsanleihen.
  • Durch eine breite Streuung der Investments im Fonds können die Wertschwankungen der Anlage im Vergleich zu einer Direktanlage reduziert werden.

Risiken:

  • Kursverluste-/Schwankungen sind infolge von Veränderungen des Marktzinsniveaus möglich.
  • Im Zeitablauf können sich einzelne Aussteller oder Geschäftspartner in ihrer Zahlungsfähigkeit verschlechtern, was zu Kursrückgängen oder Ausfällen führen kann.
  • Unvorhersehbare politische und wirtschaftliche Entwicklungen können zu höheren Kursschwankungen führen.
  • Kursverluste sind infolge mangelnder Liquidität im Anlagesegment möglich.
  • Durch Investition in Fremdwährungen sind Währungsverluste möglich.

Überprüfen Sie jetzt Ihre Anlagestrategie, liebe Sparende!

Um mit einer für Sie optimalen Vermögensstruktur gut durch die Niedrigzinsphase zu kommen, suchen Sie jederzeit das Gespräch mit Ihrem Private Banking-Berater. Schauen Sie sich zusammen die möglichen Investitionen genau an und lassen Sie sich Ihre Fragen ausführlich beantworten. Wägen Sie gemeinsam Chancen und Risiken ab. Ihre persönliche Risikobereitschaft und -fähigkeit sowie Ihre ganz persönlichen Wünsche dienen als Basis für Ihre Anlagestrategie.

Disclaimer:
Die vorstehenden Angaben und die Darstellungen stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Die Informationen stellen weder ein Angebot noch eine direkte oder indirekte Empfehlung für den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar und ersetzen nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information. Dies gilt auch dann, wenn einzelne Emittenten oder Wertpapiere erwähnt werden. Bei Bedarf setzen Sie sich deshalb bitte mit Ihrem zuständigen Berater in Verbindung. Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Marketingmitteilung i. S. d. WpHG. Die hier enthaltenen Aussagen geben unsere aktuelle Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung wieder. Diese kann sich jederzeit ohne Ankündigung ändern.

* Dr. Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank zur Vorstellung des Geschäftsberichts 2020 der Deutschen Bundesbank am 3. März 2021, https://www.bundesbank.de/de/presse/reden/statement-bei-der-pressekonferenz-zur-vorstellung-des-geschaeftsberichts-2020-der-deutschen-bundesbank-860190, Abruf 03/2021
** Jährliche Umfrage zum Sparverhalten der Bundesbürger im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen „Top-Geldanlagen 2021 – Girokonto und Sparbuch, Corona-Anlagegewinner‘“, https://www.bausparkassen.de/blog/2021/04/12/top-geldanlagen-2021-girokonto-und-sparbuch-corona-anlagegewinner, Abruf 04/2021
*** Deutsches Aktieninstitut „Aktionärszahlen 2020: Deutsche begeistern sich mehr und mehr für Aktien“, https://www.dai.de/aktionaerszahlen/#/veroeffentlichungen/dokumenttitel/aktionaerszahlen-2020-deutsche-begeistern-sich-mehr-und-mehr-fuer-aktien, Abruf 03/2021


21.05.2021

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